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5 Tipps für Portraitfotografie

Tipp 1: Sprechen Sie mit Ihrem Modell

Die Porträtfotografie ist neben der Tierfotografie das einzige Sujet, bei dem das Motiv auf den Fotografen reagiert. Wenn Sie zu Ihrem Modell unhöflich oder gar unfreundlich sind, werden Sie kein offenes Lächeln fotografieren können. Auch Schweigen ist ein häufig gemachter Fehler. Fangen Sie das Shooting immer mit einem Small Talk an, lockern Sie Ihr Modell auf, stellen Sie Gummibärchen oder Kekse bereit. Sorgen Sie für Getränke. Lassen Sie Hintergrundmusik laufen. Je besser die Stimmung am Set ist, desto besser werden die Fotos.

Geben Sie klare und deutliche Anweisungen, wenn Sie wollen, dass eine bestimmte Pose eingenommen wird. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Modell anfassen, ohne vorher zu fragen. Also einfach mal den Arm in die gewünschte Position zu bringen ist ein absolutes No-Go. Männliche Fotografen müssen da noch vorsichtiger sein als weibliche. Eine Berührung kann sonst schnell falsch verstanden werden und die Stimmung auf den Nullpunkt bringen.

Tipp 2: Achten Sie auf Kleinigkeiten

Sie sind als Fotograf dafür verantwortlich, dass Ihr Model möglichst gut aussieht. Achten Sie auf abstehende Haare, verdrehte Träger oder hochgeklappte Ärmel. Gehen Sie auch während des Shootings mal etwas dichter an das Modell heran und schauen Sie, ob vielleicht Haare im Gesicht kleben. So etwas kann Stunden in der Nachbearbeitung der Bilder kosten. Schlipse sollten immer korrekt sitzen, da sie sonst das ganze Bild verderben können. Ein Bewerbungsfoto mit verrutschter Krawatte ist schlicht unbrauchbar. Bei extremen Posen können auch lange Ohrringe verrutschen. Flecken auf der Kleidung können auch ein Problem werden.

In den meisten Fällen ist es besser, einen Pickel mit Abdeckcreme zu behandeln, als später dutzende Bilder retuschieren zu müssen.

Eine abstehende Haarsträhne könnte dieses Bild verderben:

Portraitfotografie ©Bernd Kröger

Junge Frau mit Apfel auf der Hand schaut verführerisch in die Kamera. ©Bernd Kröger

Tipp 3: Achten Sie auf den Hintergrund

Viele Hobbyfotografen konzentrieren sich zu sehr auf ihr Modell. Dabei spielt der Hintergrund oft eine genauso wichtige Rolle. Es muss nicht unbedingt der gelbe Mülleimer im Hintergrund sein, oder der Laternenpfahl, der dem Modell aus dem Kopf „wächst“. Auch subtilere Elemente können stören. Am besten lassen Sie den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen. Wählen Sie daher am besten eine große Blende von f/4 oder f/2. Außerdem verwenden Sie eine Brennweite von 80 bis 120mm, damit es nicht zu Verzeichnungen kommt. Weitwinkelobjektive haben außerdem eine viel größere Schärfentiefe, sodass der Hintergrund nicht ausreichend unscharf gemacht werden kann.

Ein unruhiger Hintergrund kann durch Unschärfe ausgeblendet werden:

Portraitfotografie: Junge Frau mit Schmuck ©Bernd Kröger

©Bernd Kröger

Tipp 4: Nicht immer nur in die Kamera lächeln

Es ist langweilig, wenn Ihr Modell auf jedem Bild lächelt und in die Kamera schaut. Auch ernste Gesichter können sehr schön wirken. Lassen Sie die volle Bandbreite vom lauten Lachen bis zum sehr ernsten Ausdruck zu. Lassen Sie Ihr Modell zur Seite schauen, nach oben oder unten. Variieren Sie auch den Abstand zu Ihrem Modell. Anfangs sollten Sie Ihrem Model nicht zu nahe kommen, denn viele Menschen mögen die Nähe nicht, schon gar nicht bei Fremden.

Tipp 5: Vertraut machen mit der Technik

Bevor Sie sich daran machen, Menschen zu fotografieren, machen Sie sich mit allen Belangen der Technik vor Ort vertraut. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Blitzgerät tadellos funktioniert und die Kamera schon vorher richtig eingestellt ist. Legen Sie alle Hilfsmittel einsatzfähig bereit. Fangen Sie auf keinen Fall an, herumzuprobieren, wenn das Modell schon anwesend ist. Das wirkt unprofessionell und verunsichert die Menschen, die Sie fotografieren wollen.

Unterläuft Ihnen trotzdem ein Fehler – nobody is perfect – dann lassen Sie sich nichts anmerken. Tun Sie so, als ob das alles zu Ihrem Plan gehört. Auf jeden Fall sollten Sie nicht sagen „Ach, sooo ein Mist, jetzt habe ich doch …“

 

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