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Bewegung einfrieren: 3 Tipps für tolle Fotos

Fotografiert man Motive, die sich bewegen – also Personen, fahrende Autos, Wasserfälle oder bei Sportveranstaltungen – muss man kurze Belichtungszeiten einstellen. Es geht darum, scharfe Bilder zu bekommen, obwohl sich das Motiv bewegt. Man spricht in diesem Zusammenhang von Bewegungsunschärfe. In den meisten Fällen ist es nicht erwünscht, wenn das Hauptmotiv unscharf ist. Man kann natürlich auch mit bewusst verwendeten langen Belichtungszeiten Bewegungsunschärfe gestalterisch einsetzen, aber das ist ein anderes Thema. Kurze Belichtungszeiten fangen bei etwa 1/250s an. Das ist der 250ste Teil einer Sekunde.

1. Kurze Belichtungszeiten

Moderne Kameras können sehr kurze Belichtungszeiten realisieren. 1/2000s, 1/4000s und sogar 1/8000s sind möglich. Damit man die Belichtungszeit direkt einstellen kann, muss man die Kamera auf Zeitpriorität einstellen. Das stellt man am Programmwahlrad ein, indem man es auf „Tv“ (Canon) oder „S“ (Nikon, Sony etc.) dreht. Bei kleineren Kameras muss man die Einstellung oft im Menü vornehmen.

Kurze Belichtungszeit: Drehrad Spiegelreflexkamera © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

2. Art der Bewegung

Es kommt bei der Bewegung des Objektes darauf an, wie schnell sie ist, wie weit das Objekt von uns entfernt ist und in welche Richtung es sich bewegt. Schnelle Objekte wie Autos, Motorräder oder auch galoppierende Pferde müssen mit kürzeren Belichtungszeiten fotografiert werden als Leute, die tanzen. Sind wir dem Objekt sehr nahe, muss die Belichtungszeit kürzer sein, als wenn es weiter weg ist. Ein Auto, das in einer Entfernung von wenigen Metern an uns vorbei fährt, muss mit einer Belichtungszeit von vielleicht 1/2000s aufgenommen werden. Befinden wir uns dagegen auf einem Feld und das Auto fährt in 200m Entfernung auf der Landstraße reicht sicher 1/250s. Schließlich kommt es darauf an, ob sich unser Motiv quer zur Kamera bewegt, oder auf uns zu.

3. Änderung des Winkels zur Kamera

Entscheidend ist, wie schnell sich der Winkel des Objektes zur Kamera verändert. Bei kurzen Entfernungen und schnellen Bewegungen quer zur Kamera sind wesentlich kürzere Belichtungszeiten nötig als bei Objekten in größerer Entfernung, die sich auf uns zu bewegen.

Dolmusch in Antalya © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

Ein Fahrzeug, das auf uns zu kommt, kann mit 1/250s ausreichend scharf abgebildet werden.

Bewegungsunschärfe: LKW auf Autobahn © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

Bei Bewegungen quer zur Kamera muss eine kürzere Zeit gewählt werden. 1/60s wie in diesem Bild reicht sicher nicht aus. 1/500s wäre wohl angebracht.

Kettenkarussell und Bewegungsunschärge © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

Die Personen im Hintergrund sind scharf abgebildet, weil sie weit weg sind. Die Personen rechts sind einigermaßen scharf, weil sie sich auf die Kamera zu bewegen. Nur die Personen im Vordergrund sind unscharf, weil sie sich quer zur Kamera und in kurzer Distanz bewegen.

Faustregeln

Fotografiert man Personen, die am Tisch sitzen und sich unterhalten, kann man mit 1/125s fotografieren. Beim Tanzen ist 1/250s nötig. Beim Sport in der Halle, wie Volleyball oder Handball braucht man schon 1/500s oder kürzer. Beim Motor- oder Pferdesport ist 1/1000s oder kürzer notwendig. Ein galoppierendes Pferd kann man nicht mehr mit 1/500s scharf abbilden.

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