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Makrofotografie: Objektive und andere Hilfsmittel

Makrofotografie

Mit der Makrofotografie kann man kleinen Dingen eine große Bühne bereiten. Man kann dabei in Welten vordringen, die dem Auge sonst nicht zugänglich sind. Ein normales Objektiv hat jedoch oft Einschränkungen, sodass man nicht so nahe an das Objekt herankommt, wie es nötig wäre, um es groß darzustellen. Jedes Objektiv hat eine sogenannte Naheinstellgrenze. Diese liegt in den meisten Fällen zwischen 0,25 und 0,60m. Gemessen wird diese Grenze allerdings nicht von der Vorderkante des Objektivs, sondern vom Aufnahmemedium aus, also von der Film- oder Sensorebene. Bei vielen Kameras ist die Ebene mit einem Symbol gekennzeichnet: Ein Kreis mit einem Querstrich. Das Symbol ist manchmal schwer zu entdecken, weil es nur in den Kamerakörper eingeprägt ist. Bei manchen Kameras ist es mit Farbe ausgelegt und besser zu finden. Bei vielen Kameras fehlt dieses Symbol allerdings komplett.

Naheinstellgrenze Canon Kamera © Bernd Kroeger

Die Markierung, Kreis mit Querstrich, ist oft schwer zu finden und manchmal auch nicht vorhanden. © Bernd Kroeger

Retroadapter

Will man die Naheinstellgrenze verringern und den Objekten näherkommen, als es das Objektiv eigentlich zulässt, braucht man zusätzliche Hilfsmittel. Der preiswerteste Weg, die Naheinstellgrenze zu verschieben, ist der Retroadapter. Er besteht nur aus einem Ring, der auf der einen Seite das Kamerabajonett hat und auf der anderen Seite ein Innengewinde, das auf das Filtergewinde des Objektivs passt. In dieser Retrostellung kommt man den Objekten schon wesentlich näher. Der Nachteil dieser Konstruktion ist leider, dass weder der Autofokus noch die Blendensteuerung funktionieren, da die Kontakte des Objektivs keine Verbindung mehr mit der Kamera haben.

Retroadapter für Makrofotografie © Bernd Kröger

Mit dem Retroadapter können Objektive verkehrt herum an der Kamera befestigt werden. © Bernd Kröger

Nahlinsen

Nahlinsen schraubt man wie einen Filter vor das Objektiv. Sie funktionieren wie eine „Lesebrille“ für die Kamera. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, die in Dioptrien angegeben werden. Gekennzeichnet sind die Nahlinsen dann mit +1, +2 und +4 etc. Nahlinsen werden oft als Set angeboten, sodass man gleich drei Stück zusammen kaufen kann. Auch wenn in der Anleitung oft steht, dass man die Linsen auch zusammen verwenden kann, sollte man das zugunsten der Bildqualität vermeiden. Eine einfache Linse führt immer zur „chromatischen Aberration“, also farbigen Rändern an kontrastreichen Bildstellen.

Nahlinsen für Makrofotografie © Bernd Kröger


Nahlinsen sind die „Lesebrille“ für das Objektiv. © Bernd Kröger

Zwischenringe

Bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man Zwischenringe zwischen das Objektiv und die Kamera einsetzt. Auch Zwischenringe werden oft als Set verkauft. Aber im Gegensatz zu den Nahlinsen kann man sie ohne Qualitätseinbußen miteinander kombinieren, da sie keine optischen Elemente enthalten. Zwischenringe vergrößern nur den Abstand des Objektives von der Film- bzw. Sensorebene. Es gibt zwei verschiedene Ausführungen von Zwischenringen: Mit und ohne Kontaktübertragung. Ohne Kontakte kann weder der Autofokus noch die Blendenautomatik genutzt werden. Die Ausführung mit Kontakten ist etwas teurer, aber die Mehrausgabe lohnt sich in jedem Fall. Eine Sonderform der Zwischenringe ist der Balgen. Mit diesem lässt sich der Abstand zwischen Kamera und Objektiv stufenlos einstellen.

Zwischenringe für Makrofotografie © Bernd Kröger

Zwischenringe mit Kontakten für die Datenübertragung an die Kamera © Bernd Kröger

Balgen für Makrofotografie © Bernd Kröger

Balgen für die stufenlose Veränderung des Abstandes zur Kamera © Bernd Kröger

Makroobjektiv

Das Nonplusultra in der Makrofotografie ist natürlich das Makroobjektiv. Es braucht keinerlei Hilfsmittel, um dem Objekt sehr nahe zu kommen. Die meisten Makroobjektive haben eine Brennweite um die 100mm. Das hat den Vorteil, dass man den Motiven nicht zu nahe kommen muss, um ein Foto zu machen. Will man beispielsweise Insekten fotografieren, flüchten sie nicht gleich, weil man einen gewissen Abstand einhalten kann und sie trotzdem groß abbilden kann.

Makroobjektiv © Bernd Kröger

Das Makroobjektiv ist das Nonplusultra in der Makrofotgrafie. © Bernd Kröger

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