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Objektplatzierung: Gestaltungsregeln in der Fotografie

Es gibt einige anerkannte Gestaltungsregeln in der Fotografie, denen man folgen sollte, um zu besseren Aufnahmen zu kommen. Dazu zählen natürlich der „Goldene Schnitt“ und die Drittelregel, die ich in einem früheren Text bereits besprochen habe. Eine fast genauso wichtige Regel ist die Objektplatzierung. Für die Bildgestaltung ist es nicht gleichgültig, wo ein Motiv im Bild platziert wird, im Gegenteil, die richtige Platzierung eines Objektes im Bild hat entscheidenden Einfluss auf die Bildaussage und -wirkung.

Menschen und Tiere

Bildet man Menschen oder Tiere ab, dann sollten sie in das Bild hineinschauen oder sich in das Bild hineinbewegen. Schaut beispielsweise eine Person nach links, sollte sie auf der rechten Bildseite platziert werden. Idealer Weise erscheint die Person im Goldenen Schnitt auf der rechten Seite. Auch der Körper spielt eine Rolle, weist die Brust nach rechts im Bild, sollte man die Person links erscheinen. Schwierig wird es, wenn eine Person in die eine Richtung geht und in die andere Richtung schaut. Dann ist die Kreativität des Fotografen gefordert.

Blickt eine Person direkt von vorn in die Kamera, ist es nicht nötig, sie auf eine Bildseite zu stellen. Die Symmetrie kann beim direkten Blickkontakt sehr interessant wirken.

Was für Menschen gilt, trifft natürlich auch für Tiere zu. Die Platzierung folgt den gleichen Regeln. Auch das Tier soll sich in das Bild hinein bewegen und nicht aus ihm heraus.

Bildunterschrift: Menschen platziert man so, dass sie in das Bild hineinschauen ©Bernd Kröger

Menschen platziert man so, dass sie in das Bild hineinschauen ©Bernd Kröger

Fahrzeuge

Es macht einen besseren Bildeindruck, wenn ein Auto in das Bild hinein fährt. Wird es mit der Vorderseite zu nahe an den Rand gestellt, erscheint es eingeengt und das Bild wirkt statisch. Die mögliche Bewegung wird betont, wenn man dem Fahrzeug in Fahrtrichtung ausreichend Platz einräumt. Auch hier empfiehlt es sich, den Goldenen Schnitt zu beachten. Wird das Auto, das Boot oder der Fahrradfahrer direkt von vorn aufgenommen, kann das Motiv auch in der Mitte positioniert werden, ohne eine beengte Situation zu erzeugen.

Andere Objekte

Häuser, Möbel und viele andere Objekte haben eine Vorderseite. Auch hier ist es gestalterisch geschickter, auf der jeweiligen Vorderseite mehr Platz im Bild zu lassen. Auch wenn sich die Motive nicht bewegen können, entsteht so ein offeneres Bild. Werden Vorderseiten zu nahe an den Rand gestellt, entsteht ungewollte Enge. Die Platzierung von Objekten folgt in den meisten Fällen dem Goldenen Schnitt oder der Drittelregel. Wo das Motiv genau erscheinen soll, hängt davon ab, in welche Richtung es sich bewegt, bewegen könnte oder auch nur, wo die Vorderseite liegt.

Platzierung in der Fotografie: Bank, Hügel ©Bernd

Auch eine simple Sitzbank hat eine Vorderseite, die so im Bild erscheinen sollte, dass sie in das Bild „hineinschaut“ ©Bernd Kröger

Bewegungen von oben nach unten und anders herum

Bewegt sich ein Objekt von unten nach oben, sollte oben mehr Platz gelassen werden. Das ergibt in jedem Fall einen besseren Bildausdruck. Es gilt ansonsten das Gleiche, was bei seitlichen Bewegungen gilt: Platz in Bewegungsrichtung lassen.

Gestaltungsregeln einhalten oder brechen?

Gestaltungsregeln sollen die Fotografen helfen, bessere Bilder zu machen. Sie sind eine Hilfe für den Fotografen, sollen ihn aber nicht in seiner Kreativität behindern. Regeln können also auch gebrochen werden, allerdings sollte man die Regeln kennen und bewusst brechen, nicht aus Versehen, weil man sie nicht kennt. Man sollte sich bei jeder Aufnahme fragen, ob es einen Grund gibt, die Regeln zu brechen. Fällt einem dazu nichts ein, sollte man einfach die Regeln anwenden. Anfänger kommen so sehr schnell zu besseren Bildern, die auch

Ein Kommentar

  1. Obwohl ich mich schon sehr lange mit der Fotografie beschäftige auch war ich jahrelang bei einem Fotoclub lernt man eigentlich nie aus. Deshalb erfahre ich mit ihren Fototipps noch immer neue Möglichkeiten der Bildgestaltung
    und die Vielfalt die die Fotografie bietet. Im Fotoclub habe ich nur S/W fotografiert und meine Filme und Bilder selbst in der Dunkelkammer entwickelt. Heute fotografiere ich hauptsächlich meine Enkel und bin sehr stolz wenn das eine oder andere Bild dabei ist das auch den Eltern gefällt. LG und danke für die Tipps .Günter Stern

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