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Spiegelreflexkamera: Was tun bei Flecken auf dem Sensor? (Teil 1)

Vielleicht ist Ihnen das auch schon passiert: Einige Fotos, die Sie aufgenommen haben, zeigen dunkle Flecken. Besonders gut sichtbar im blauen Himmel oder am Strand. Beim nächsten Bild sind die Flecken wieder verschwunden… Wie kann das sein? Der Grund sind Staubkörnchen oder Flusen auf dem Sensor. Diese tauchen nur auf, wenn die Blende relativ klein eingestellt ist. Je kleiner die Blende (f/11 bis f/16) desto deutlicher tritt der Schmutz zu Tage. Bei großen Blenden (f/2 bis f/4) bleibt er dagegen oft unsichtbar.

Wie stellt man fest, ob Schmutz auf dem Sensor ist?

Wie geht man nun vor, wenn man feststellen will, ob eine Sensorreinigung notwendig ist? Hat man die Möglichkeit bei klarem Himmel draußen zu fotografieren, ist es relativ einfach. Zunächst wechselt man in die Blendenvorwahl (AV bei Canon oder A bei Nikon) und stellt die kleinste Blende ein, die das Objektiv hergibt, also f/16 bis f/22 oder noch kleiner. Da der Autofokus nur auf ein kontrastreiches Motiv scharfstellt, wir aber den klaren Himmel fotografieren wollen, müssen wir den Autofokus am Objektiv ausschalten. Es ist auch gleichgültig, auf welche Entfernung das Objektiv eingestellt ist, da wir nicht wirklichen Himmel fotografieren wollen.

Müssen die Aufnahmen indoor gemacht werden, weil kein blauer Himmel zu sehen ist, sollte man einen Blitz verwenden, da andernfalls die Belichtungszeiten zu lang werden. Am besten fotografiert man ein unliniertes Blatt weißes Papier. Auch hier muss der Autofokus am Objektiv ausgeschaltet werden. Sowohl die Aufnahme des Himmels, als auch die der A4-Seite wird dunkler sein, als erwartet. Das liegt an der Belichtungsautomatik, stört im Moment aber nicht.

Hinweis

Der Schmutz, den Sie sehen, wenn Sie durch den Sucher einer Spiegelreflexkamera schauen, kommt in der Regel nicht mit auf die Aufnahme. Dieser Schmutz befindet sich auf dem Spiegel, der Mattscheibe oder im Okular Ihrer Kamera. Er lässt sich mit einem Fotopinsel mit Blasebalg leicht entfernen.

Bild anzeigen lassen

Jetzt lassen Sie sich das Bild auf dem Kameramonitor anzeigen und zoomen Sie so weit in das Bild hinein, dass Sie nur noch etwa ein Drittel des Bildes sehen. Wenn Sie sich jetzt durch die Ansicht bewegen, achten Sie auf dunkle Flecken, die über den Monitor wandern.  Stellen Sie fest, dass es dunkle Flecken gibt, liegt Staub auf dem Sensor der Kamera. Es ist also eine Reinigung notwendig. Können Sie keine Flecken entdecken, ist der Sensor vermutlich sauber.

Sensorreinigung: Pilz im Moos ©Bernd Kröger

Die Flecken auf dem Bild sind Sensorflecken. Hier befindet sich Staub auf dem Sensor. ©Bernd Kröger

Reinigen des Sensors

Prinzipiell haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen: Entweder Sie versuchen es selbst oder Sie geben Ihre Kamera zum Spezialisten. Wenn Sie es zunächst selbst versuchen wollen, brauchen Sie ein paar Utensilien. Eine gute Hilfe wäre der bereits erwähnte Pinsel mit Blasebalg, der im Fotofachhandel zu finden ist. Auch ein sogenannter  „Babyklistier“ hilft, weil man damit in die Kamera hineinblasen kann. Bitte niemals in die Kamera hineinpusten, denn der Atem enthält Feuchtigkeit, die sich in der Kamera niederschlagen würde.

Nehmen Sie das Objektiv ab, sodass Sie den Spiegel in der Kamera sehen können. Im Menü der Kamera findet sich ein Eintrag „Sensor reinigen“. Den wählt man aus und bekommt dann weitere Untermenüs angezeigt. „Jetzt reinigen“ bewirkt bei einigen Kameras, dass der Sensor in hoher Frequenz geschüttelt wird, in der Hoffnung, dass sich der Staub löst. „Manuell reinigen“ ist der Eintrag, den wir auswählen. Meist wird noch einmal von der Kamera nachgefragt, ob Sie jetzt den Sensor reinigen wollen. Das bestätigen Sie einfach und nach kurzer Zeit klappt der Spiegel der Kamera hoch und der Verschluss öffnet sich. Voraussetzung ist allerdings, dass die Batterien voll geladen sind. Andernfalls weigert sich die Kamera ggf. den Sensor freizugeben.

Die Kamera ausblasen

Halten Sie die Kamera so, dass die Öffnung nach unten zeigt. Das sorgt dafür, dass Schmutz aus der Kamera herausfallen kann und nicht auf den Sensor zurückfällt. Zum Ausblasen verwenden Sie entweder das erwähnte Babyklistier oder einen im Fachhandel erhältlichen Blasebalg, der eine feinere Öffnung hat.

Erneut prüfen

Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis die Testfotos von Himmel oder weißem Blatt keine Flecken mehr aufweisen. Sollte das nicht gelingen, bleiben Ihnen wieder zwei Möglichkeiten. Sie kaufen sich ein Reinigungsset im Fachhandel oder per Internet, oder Sie schicken die Kamera ein.

Lesen Sie Teil 2.

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