Schöne Smartphone-Fotos

Schöne Smartphone-Fotos

Bloggerin Nic Hildebrandt liebt es zu fotografieren. Dafür nimmt die Seele hinter LuziaPimpinella.com vor allem gern ihr Handy in die Hand. In ihrer Rubrik "Momentchenmal!" verrät sie Ihnen diesmal ihre Lieblingstipps, um schöne Smartphone-Fotos zu machen.

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Schöne Smartphone-Fotos

Schärfen Sie Ihr Auge für Details!

Lieber eingebaute Kamera statt Foto-Apps!

Es gibt viele Foto-Apps mit tollen Effekten und Filtern und es ist verlockend, diese direkt zum Fotografieren zu nutzen. Benutzen Sie trotzdem lieber die eingebaute Kamera Ihres Smartphones und nicht die App-Kameras. Fotos, die direkt in der App geschossen werden, haben fast immer eine schlechtere Auflösung, als die, die mit der Smartphone-Kamera geknipst werden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung und aus meiner Anfangszeit der Handy-Fotografie, wie verführerisch all die tollen Filter und Foto-Edits sind. Doch wenn man seine künstlerischen Kreationen mit etwas Abstand betrachtet, stellt man oft genug fest, dass weniger vielleicht doch mehr gewesen wäre. Also gehen Sie es behutsam an und vermeiden Sie den totalen Bildbearbeitungs-Overkill (ich plaudere da aus dem Nähkästchen). Knipsen Sie Ihre Aufnahmen erst ganz normal mit der eingebauten Kamera und ohne jegliche Effekte. Das lässt Ihnen alle Möglichkeiten!

Laden Sie stattdessen später erst Ihre Fotos für die Bildbearbeitung mit Filtern und Effekten in den kreativen Apps hoch und speichern Sie nach dem Editing eine Kopie des Fotos. Überspeichern Sie nie das Original. So haben Sie auch nach wie vor die qualitativ hochwertigere, unbearbeitete Originalversion zur Verfügung. Man weiß ja nie, was man noch so damit machen möchte, nicht wahr?

Kleiner Extratipp: Wenn Sie Ihre Fotos auf Instagram teilen möchten, können Sie das typische, quadratische Bildformat in Ihrer Smartphone-Kamera auch gleich als Voreinstellung wählen. Das erleichtert eine harmonische Bildkomposition, da der spätere Zuschnitt des Fotos entfällt.


Schöne Smartphone-Fotos: Lieber eingebaute Kamera statt Foto-Apps

Per Fingertipp den Fokuspunkt und die Belichtung bestimmen!

Um einen bestimmten Bereich Ihrer Fotos (und nicht automatisch die Mitte) scharf zu stellen und somit den Fokuspunkt zu bestimmen, tippen Sie einfach an der gewünschten Stelle kurz auf das Display. Halten Sie Ihren Finger etwas länger an einer Stelle des Bildes, so passt die Kamera auch die Belichtung an.

Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass durch diese Anpassung bei sehr kontrastreichen Fotos andere Bereiche des Bildes eventuell überbelichtet oder zu dunkel werden können. Hier heißt es, einfach mal in der Bildvorschau herumprobieren, welcher Belichtungsbereich optimal für das jeweilige Foto ist.

Im Beispielfoto wollte ich die orange Vase auf dem Tresen einer Hamburger Strandbar scharf stellen, musste aber gleichzeitig vermeiden, dass der Hintergrund so hell wird, dass man die Kräne im Hamburger Hafen durch Überbelichtung kaum noch sieht. Das ist manchmal eine kniffelige Angelegenheit, wenn sich das Tageslicht auch noch im Handy-Display spiegelt und eine genaue Vorschau verfälscht. In diesem Fall probiere ich gern ein paar verschiedene Varianten aus, die ich mir später bei besseren Lichtverhältnissen ansehe.

Löschen kann man ja schließlich immer!


Schöne Smartphone-Fotos: Symmetrie rockt!

Ab und an auch mal die Linse putzen

Es hapert trotz Fokuspunkt an der Fotoschärfe? Es mag absolut lächerlich klingen, aber ist in den meisten Fällen doch die Ursache: die verschmierte Kameralinse! Also öfter mal ein spezielles, kratzfreies Mikrofasertuch zur Hand nehmen, und die Linse blitzblank putzen. Dann klappt es auch wieder mit der Bildschärfe.


Schöne Smartphone-Fotos: Perspektivwechsel rockt noch mehr!

Symmetrie rockt!

Ja, schiefe Horizonte und asymmetrische Bildkompositionen können manchmal auch als künstlerisches Stilmittel verwendet werden. Doch in den allermeisten Fällen sehen schiefe Fotografien und fehlende Symmetrie leider einfach nur unprofessionell aus.

Gerade bei meinen heißgeliebten, quadratischen Instagram-Fotos hab ich meinen wohl angeborenen Ordnungstick in Sachen Bildaufteilung nur noch verfestigt. Schiefe Horizonte springen mir sofort ins Auge und ich möchte sie gerade rücken. Sehe ich unterwegs auf meinen Fototouren Menschen, die in einem ungünstigen Winkel ein Gebäude fotografieren wollen, möchte ich sie am liebsten an die Hand nehmen und auf eine günstigere Position führen.

Aber so etwas kann man natürlich nicht bringen. Deshalb mein Tipp an Sie: Achten Sie ein bisschen auf waagerechte Horizonte und einen harmonischen Bildaufbau mit geraden Linien. Um die Symmetrie einer Szene bestmöglich einzufangen, sollten Sie sich als Fotograf zentriert positionieren. Hilfreich sind auch eingeblendete Rasterlinien im Display. Sollte ein Horizont dann doch mal schief geraten, nutzen Sie die Bildbearbeitungsfunktion Ihres Smartphones, um diesen im Nachhinein gerade zu drehen. Die Mühe lohnt sich!


Schöne Smartphone-Fotos: Action Shots machen Spaß!

Perspektivwechsel rockt noch mehr!

Sind Sie der immer gleichen, langweiligen Fotokompositionen überdrüssig? Dann bringen Sie Spannung ins Bild, in dem Sie sich bewegen. Das meine ich sogar wortwörtlich! Knien (oder legen) Sie sich doch mal auf den Boden und fotografieren Sie aus einer bodennahen Perspektive.

Oder aber suchen Sie sich einen erhöhten Standpunkt für Ihre Fotografie. Knipsen Sie um die Ecke oder an einem Objekt entlang. Sie werden überrascht sein, was ein bisschen Perspektivwechsel ausmachen kann. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass so eine Kamera-Akrobatik nicht nur spannendere Fotos mit sich bringt, sondern sogar das ein oder andere lustige Gespräch mit wildfremden Menschen!


Schöne

Näher ran ans Objekt!

Einer der häufigsten Schönheitsfehler beim Fotografieren ist ein viel zu großer Abstand zum Fotoobjekt. Erinnern Sie sich vielleicht auch noch an die Familienfotos aus Ihrer Kindheit? Minimensch vor unendlichen Weiten!? Und manchmal sogar noch mit abgeschnittenen Füßen! Da schmunzeln wir heute drüber und finden es irgendwie charmant nostalgisch.

Aber ganz ehrlich, wir wollen dann doch lieber anders fotografieren. Und auch, wenn es nicht um Menschen geht, sondern um Dinge, tut Nähe zum Objekt gut. Wie zum Beispiel die marokkanischen Schläppchen oben im Bild, die ich in Granada fotografiert habe. Sie verleiht den Details und Strukturen eine viel intensivere Wirkung.

Näher ran ist also die Devise! Dabei meine ich tatsächlich, näher ans Objekt zu marschieren. Denn der Zoom ihres Smartphones kann hier die räumliche Distanz keinesfalls überbrücken. Es handelt sich nämlich um einen digitalen Zoom und der verschlechtert die Bildqualität des Fotos (im Gegensatz zu einem optischen Zoom) ganz erheblich und lässt Ihr Fotoergebnis später pixelig aussehen. Wenn es wirklich einmal nicht möglich ist, näher an das Fotoobjekt heranzukommen, dann lieber aus weiterer Entfernung fotografieren und das Foto im Nachhinein bei der Bildbearbeitung croppen, also zuschneiden.


Schöne Smartphone-Fotos: Ab und an auch mal die Linse putzen

Action Shots machen Spaß!

Springen, Laufen, Tanzen... Action! Schnelle Bewegungen scheint nicht ganz so einfach, ist aber ganz simpel, wenn Sie wissen, wie. Um einen Sprung (oder eine andere Dynamik) einzufrieren, nutzen Sie am besten die Serienaufnahme-Funktion Ihrer Smartphone-Kamera.

Sie halten dafür einfach den Auslöser für längere Zeit gedrückt und schon schießt die Kamera mehrere Fotos pro Sekunde. Aus der entstandenen Bilderserie können Sie sich anschließend die beste Aufnahme heraussuchen. Probieren Sie den Fotospaß doch mal an einem Jump-Shot!

Auch in diesem Fall kann ich Ihnen übrigens sagen, dass wildes Herumgehüpfe in der Öffentlichkeit zwar immer ein bisschen albern wirkt, aber für allgemeines Amüsement der Mitmenschen und das ein oder andere unverhoffte Gespräch sorgt.

Sich ein bisschen lächerlich machen und sich kindisch benehmen, das tun wir alle viel zu selten. Also, wenn Sie mich fragen.


Schöne Smartphone-Fotos: Per Fingertip den Fokuspunkt und die Belichtung bestimmen

Schärfen Sie Ihr Auge für Details!

Der Letzte ist mein ganz persönlicher Allround-Tipp, wenn es ums Fotografieren geht. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt und schärfen Sie Ihren Blick für die kleinen, wunderbaren Momente und Details, die uns jeden Tag umgeben.

Die Fähigkeit, das Schöne im Alltäglichen zu sehen, ist wie ein Muskel, den Sie trainieren können. Und ich will es ja nicht beschwören, aber ich behaupte mal, es kann sogar glücklich machen. Bei mir funktioniert‘s auf jeden Fall. Ich wünsche Ihnen ebenso viel Spaß dabei! Bis zum nächsten „Momentchenmal!“.

Ihre Nic

P.S. Sie finden mich auf Instagram übrigens unter dem Namen @luziapimpinella. Vielleicht sehen wir uns dort. Ich würde mich freuen!