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Von der Stadt der Liebe in die französische Schweiz

Paris und Genf – un voyage

Gemeinsam mit Interrail, Leica und HUAWEI bieten wir in diesem August ein einzigartiges Fotopraktikum an.
Valeria, Sebastian, Bianca und Davide reisen – ausgestattet mit Interrail Pässen, hochwertigen Leica Kameras sowie brandneuen HUAWEI P10 – quer durch Europa. Mit ihrer ganz persönlichen und faszinierenden Art, Erlebnisse mit Hilfe von Texten und Bildern zu illustrieren, werden sie ihre Highlights und die schönsten Momente dokumentieren.

Text: Valeria Anna Lampert I Fotos: Sebastian Gansrigler

Paris. Die Stadt der Liebe. Die Stadt der Croissants und Baguettes und zudem ein wunderbarer Ort, um tolle Fotos zu schießen. Paris ist riesig und trotzdem haben wir das meiste zu Fuß erkundet. Denn so spart man sich nicht nur Geld, sondern sieht tatsächlich auch mehr. Sehr faszinierend an Paris ist nämlich die Tatsache, dass es abseits der Sightseeings Spots so viele ruhige Gegenden gibt, für die man nicht weit gehen muss. Selbstverständlich ließen wir uns aber auch die Attraktionen wie den Louvre, Notre-Dame, Sacré-Coeur und den Eiffelturm nicht entgehen, versuchten jedoch nicht nur klassische Touristenfotos zu machen, sondern auch einen anderen Blickwinkel einzufangen. Denn wie auch schon Jörg Koopmann zu Beginn unserer Reise sagte: in der Fotografie ist es wichtig, nicht nur das Offensichtliche darzustellen, sondern auch ein wenig an der Oberfläche zu kratzen und Geschichten einzufangen, die vielleicht sonst keiner sieht.

Die Spiegelung des Eiffelturms im Hintergrund von Tango tanzenden Paaren ist ein wunderbares Beispiel dafür. Besonders begeistert hat uns jedoch der von Nike in Auftrag gegebene Basketballplatz Pigalle. Mitten in einer Wohngegend zwischen zwei Gebäuden befindet sich dieser kunterbunte Court. Nicht nur eine Augenweide, sondern auch Treffpunkt für viele, die sich zusammenfinden, um gemütlich ein paar Körbe zu werfen, Musik zu hören oder einfach nur zuzuschauen. Für Fotografen ist dieses Fleckchen selbstverständlich auch ein ganz besonderes Highlight, welches man sich nicht entgehen lassen darf.

Genf an einem Tag

Nach zweieinhalb Tagen ging es weiter nach Genf. Wir waren zuvor beide noch nie in Genf und deshalb sehr gespannt, was die kleine Stadt in der französischen Schweiz so zu bieten hat. Es ist nicht einfach, das Gefühl eines Ortes an nur einem Tag einzufangen, aber wir haben die Zeit auf jeden Fall bestmöglich genutzt. Wir starteten gemütlich in einem kleinen Café direkt am See. Die Preise in der Schweiz sind bekanntlich sehr hoch, jedoch erhielten wir im einfachen und trotzdem (oder genau deshalb) sehr charmanten La buvette des Bains des Paquis ein sehr leckeres Frühstück für 10 CHF. Weiter ging es dann zum Parc de La Perle du Lac zu einem gemütlichen Spaziergang im Grünen entlang des Wassers. Gleich aufgefallen ist uns, dass die Schweizer sehr sportlich zu sein scheinen und so begegnete uns ein Jogger nach dem anderen.

Die Stadt an sich ist unglaublich facettenreich. Zuerst schlenderten wir durch ein Viertel mit Luxusboutiquen, bevor wir die Altstadt erreichten, welche alleine schon architektonisch nicht mit dem Rest zu vergleichen ist. Durch unsere Interrail Pässe erhielten wir einen 50-Prozent-Rabatt auf eine Rundfahrt mit dem Schiff um den Genfer See. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde und hätte von uns aus gerne noch viel länger dauern können. Bei strahlendem Sonnenschein durften wir das Genfer Ufer vom Wasser aus begutachten. Viele badende Menschen, ein paar beeindruckende Villen und selbstverständlich auch die riesige Fontäne Jet d’Eau fielen uns ins Auge.
Am Abend trafen wir dann die liebe Diana, die auf ihrem Blog livingeneva.com ihr Leben in Genf mit ihren LeserInnen teilt. Sie zeigte uns noch einmal einen komplett anderen Teil der Stadt und es war sehr interessant, die Perspektive einer Einheimischen einnehmen zu können. Ausklingen ließen wir den Abend mit einem feinen Sandwich am Kanal. Genf an einem Tag. Wir haben es genossen!

Centre de la Photografie Genève – sechs Fragen an Direktor Joerg Bader

In Genf besuchten wir auch das Centre de la Photografie Genève, in welchem gerade die Ausstellung The Jerusalem Experience von Efrat Shvily zu sehen ist. Das Zentrum für Fotografie wurde 1984 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, neue Wege zu entwickeln, über Fotografie nachzudenken und sie darzustellen. Wir freuen uns sehr, dass sich der Direktor des Centre de la Photografie Genève Zeit genommen hat, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Das Interview mit Joerg Bader

Wie sind Sie persönlich zur Fotografie gekommen?

Mein Vater war Amateurfotograf und hat mich mit den Prinzipen der Aufnahmetechnik und Laborarbeit vertraut gemacht. Mit dem Wunsch, Cineast zu werden, habe ich ein Volontariat bei einem Zürcher Mode- und Werbefotografen gemacht und die Überzeugung gewonnen, auf jeden Fall nicht in der Werbung meine Begabung zu verlieren. Aus dem Filmen wurde nichts, aber ich begann ab 1979 in Kunstinstitutionen und -galerien auszustellen, mit einem vehementen Zorn gegen die Reproduktionskraft der Fotografie. Meine erste Einzelausstellung hatte ich 1979, danach zog ich nach Paris wo ich sechs Einzelausstellungen in verschiedenen Galerien hatte,  auch in Antwerpen und Turin und Ausstellungsbeteiligungen in Gruppenausstellungen und Biennalen in Europa. 1993 zog ich nach Barcelona und begann als Kunstkritiker für europäische Kunstmagazine (DE, FR, CH, SP, BE) und deutschsprachige Tageszeitungen (TA, SZ, FAZ, NZZ) zu schreiben und ab 1997  auch für France Culture. Weil Kunstkritik kein Geschäft ist, nahm ich 2001 die Einladung nach Genf ins Centre de la Photographie an.

Was war der Grundgedanke hinter der Gründung des Centre de la Photographie Genève?

Nicht zur Gründergeneration des CPG gehörend, kann ich nur spekulierend über die Beweggründe der Gründung antworten. In der offiziellen Geschichte wird immer auf die Schließung der Canon-Galerie in Genf hingewiesen und das Fehlen eines spezifischen Ortes für die Fotografie. Was zu dieser Zeit das Milieu zur Gründung von fotospezifischen Institutionen leitete, ist meiner Ansicht nach vor allem getragen vom Willen, die Fotografie als Kunst durchzusetzen, doch sind beinah alle diese Bemühungen von ästhetischen Belangen getragen, zu einem Zeitpunkt, 1984, wo die Kunst sich seit geraumer Zeit nur noch peripher mit Fragen der Schönheit auseinandersetzt. 

 

Hat die Fotografie, verglichen mit vor 30-40 Jahren, an Bedeutung verloren?

Jeden Tag ruft jemand den Tod der Fotografie aus und noch nie wurden so viele Bilder geschossen wie heute, und morgen noch mehr. Insofern nimmt das Interesse für Fotografie nicht ab sondern zu. Und wie schon immer stellt sich die Frage: Welche Bilder? Und das ist schlussendlich eine politische Frage.

 

Steht für Sie die Kunst oder der Informationsgehalt an erster Stelle?

Für mich ist Kunst und Information nicht trennbar. Wenn Sie mit Kunst ästhetische Ansprüche meinen, dann ist die Information klar vorrangig.

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