Tipps und Tricks für Ihre Unterwasserfotos

Diese Woche haben wir für Euch einige Tipps für Unterwasserfotos vorbereitet, die unsere Kollegin und Hobby-Taucherin Jutta Haberl zusammengefasst hat. Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg unter Wasser!

Wie sollte man die Kamera einstellen?

Prinzipiell muss man es nicht viel anders machen als ober Wasser. Viele Kompaktkameras haben sogar schon einen eigenen Modus für Unterwasserfotos. Falls Ihre Kamera nicht zu denen gehört, können Sie die ISO-Empfindlichkeit etwas erhöhen. Alles andere ist gleich wie bei der normalen Fotografie an Land. Sie können mit der Blende und der Belichtungszeit spielen sowie je nach Tiefe und Entfernung des Objektes die Einstellungen ändern. Die Lichtverhältnisse können sich ober wie unter Wasser jederzeit ändern, somit sollten Sie auch die Einstellungen von ISO, Belichtungszeit und Blende immer wieder anpassen.

Die richtige Ausrüstung

Zum Abtauchen reichen oft schon Maske, Schnorchel und Flossen, zum Fotografieren eignet sich dabei eine kleine Kompaktkamera oder auch eine Systemkamera mit wasserdichtem Gehäuse. Wenn Ihre eigene Kamera nicht wasserdicht ist, können Sie mit dem richtigen wasserdichten Gehäuse auch unter Wasser fotografieren. Bei vielen Kameraanbietern finden Sie das jeweils passende Unterwassergehäuse.

Wenn Sie mit einer hochwertigen Ausrüstung, z.B. einer Spiegelreflexkamera, fotografieren möchten, finden Sie dafür auch bei speziellen Anbietern die entsprechenden Gehäuse. Diese sind aber tendenziell hochpreisig. Alternativ dazu können Sie es auch mit einer Actionkamera versuchen. Hier haben Sie meistens schon im Lieferumfang ein geeignetes Unterwassergehäuse dabei. Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, bis zu welcher Tiefe das Gehäuse bzw. die Kamera wasserdicht ist!

Sind die Lichtbedingungen im Wasser anders?

Bei der Unterwasserfotografie ist es mit dem Licht nicht so einfach wie „an der Luft“, denn das Wasser schluckt viel davon. Der Weg des Lichtes ist nämlich ein anderer. Anders als an Land ist nicht nur die Entfernung zum Objekt wichtig, sondern auch die Tauchtiefe. Je tiefer bzw. je weiter vom Objekt entfernt, umso mehr Licht wird verschluckt. Die Farben Rot und Gelb verschwinden, am Ende bleibt nur mehr Blau. Aber Sie haben mehrere Möglichkeiten, zu verhindern, dass die Bilder nur mehr blau werden. Entweder fotografieren Sie nahe an der Oberfläche oder Sie nutzen Hilfsmittel wie etwa einen externen Blitz oder eine Unterwasserlampe. Oder Sie verkürzen einfach die Distanz zum Objekt.

Wer geübt ist, kann unter Umständen die Farbqualität der Fotos im Nachhinein am Computer verbessern und hier einen sogenannten Weißabgleich machen.

Zu dem Foto 1: Der Feuerfisch im Vordergrund wurde mit einem externen Blitz beleuchtet. Im Hintergrund erkennt man, dass alle Farbe außer Blau verschwunden sind. Das Foto wurde in einer Tiefe von ca. 15 Metern aufgenommen.

Worauf sollte man unter Wasser besonders achten?

Da sich Lebewesen unter Wasser meist schnell bewegen, wählen Sie am besten eine kurze Belichtungszeit, damit die Bilder nicht verschwimmen. Da das Licht im Wasser abgelenkt und schwächer ist, können Sie entweder externe Lichtquellen wie z.B. einen Blitz oder eine Lampe verwenden oder einfach näher an der Wasseroberfläche bleiben. Eine Regel, die Sie in jedem Unterwasser-Fotokurs lernen, heißt: „Näher ran!“

Je näher Sie am Objekt sind, umso weniger Licht wird vom Wasser verschluckt. Obendrein sieht es besser aus, wenn das Bild vom Fisch, der Koralle oder dem Krebs ausgefüllt ist und nicht von der Umgebung.

Die wichtigste aller Unterwasserfoto-Regeln ist jedoch: „Nichts anfassen!“ Viele Lebewesen im Meer, aber auch im Süßwasser sind giftig und können von leichten Nesselausschlägen bis hin zu Vergiftungen alles anrichten. Auch wir können schädlich für die Lebewesen sein, weil wir Bakterien und andere schädliche Stoffe auf die Tiere und Pflanzen übertragen bzw. ihre Schutzschicht verletzen und sie dadurch krank machen können.

Der Feuerwurm kommt z.B. im Mittelmeer vor. Seine Borsten brechen bei Berührung leicht ab und sondern ein giftiges Sekret ab. Wenn sie in die menschliche Haut eindringen, erzeugen sie einen brennenden Schmerz, der mehrere Tage lang anhalten kann.
Der Feuerwurm kommt z.B. im Mittelmeer vor. Seine Borsten brechen bei Berührung leicht ab und sondern ein giftiges Sekret ab. Wenn sie in die menschliche Haut eindringen, erzeugen sie einen brennenden Schmerz, der mehrere Tage lang anhalten kann

Unser Tipp: Unterwasser-Videos in Ihr CEWE FOTOBUCH integrieren!

Besondere Momente möchte man in Erinnerung behalten: Immer mehr Menschen nehmen mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Kamera kurze Videos auf. Sie können ab sofort Teil Ihres Fotobuchs werden: Im Handumdrehen fügen Sie Ihre Aufnahmen an der gewünschten Stelle ein. Wenn Sie später Ihr CEWE FOTOBUCH zur Hand nehmen, können Sie Ihr Video über den einzigartigen QR-Code jederzeit und überall mit einem Smartphone oder einem Tablet wiedergeben. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: Video im CEWE FOTOBUCH.

Letzte Frage: Kann man auch in Österreich abtauchen?

Ja, auch in Österreich gibt es hervorragende Tauchplätze. Viele Seen und Flüsse bieten sich dafür an, in der Umgebung von Wien etwa der Neufelder See. Er ist von Wien aus in nur dreißig Minuten erreichbar, bietet eine sehr gute Wasserqualität und viel Abwechslung. Von Karpfen über Welse und Krebse bis hin zu versunkenen Booten ist hier alles zu finden. Am See gibt es drei Tauchbasen, die alles Nötige zum Tauchen anbieten.

Wer es ein wenig ruhiger haben möchte, fährt in die Steiermark zum Grüblsee am Präbichl, zwischen Vordernberg und Eisenerz. Der See ist als Wasserspeicher für die Schikanonen im Winter gedacht, im Sommer können Sie hier tauchen und sogar Fische streicheln! Fürs Fotografieren unter Wasser finden Sie im Grüblsee viele Skulpturen und Statuen, die gerne Modell stehen. In der Tauchbasis direkt am See finden Sie die passende Tauchausrüstung, Flaschenfüllungen und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Grüblsee am Präbichl, Steiermark

Flusstauchen! Ja, auch das gibt es! Am besten geht das in Oberösterreich bei den Traunfällen in Viecht. Hier kann man sich mit der Strömung treiben lassen und versunkene Treppelwege und Pumpenhäuser entdecken. Außerdem gibt es hier noch Barben, Hechte, Krebse und vieles mehr. Zwei Tauchbasen bieten Ausrüstungen und geführte Tauchgänge an.
Auch der Attersee in Oberösterreich, der Erlaufsee in Niederösterreich und der Steiermark, der Achensee in Tirol und viele andere österreichische Seen bieten schöne Tauchplätze.

Müssen die Bilder nachher anders bearbeitet werden?

Ja und nein. Unterwasserfotos können sofort super aussehen, wenn sie gekonnt und mit der entsprechenden Ausrüstung gemacht werden.

Viele von uns haben aber keine teure Ausrüstung mit Blitz, Lampen, verschiedenen Objektiven usw. um trotzdem das Beste aus den Fotos herauszuholen, können Sie sie nachträglich am Computer „entwickeln“. Es gibt einige Programme am Markt, mit denen das sehr gut und einfach möglich ist. Sie können z.B. die Belichtung am Bild verändern, die Farben verstärken oder einfach den Bildausschnitt ändern.

Auch die sogenannten Schwebeteilchen, die im Wasser herumschwimmen und auf den Fotos wiederzufinden sind, können mit den entsprechenden Werkzeugen per Software einfach herausgestempelt werden, wenn man weiß wie. Lassen Sie sich das am besten von einem Profi einmal zeigen.

Noch ein nützlicher Tipp von der Unterwasser-Fotografin:

Grundsätzlich sollten Sie sich ein wenig Zeit für Ihre Fotos nehmen. Das ist nicht immer so einfach, denn manche Fische sind verdammt schnell. Wenn es doch gelingt, sie mit der Kamera einzufangen, versuchen Sie, das Objekt nicht ganz mittig ins Bild zu setzen. Auch bei der Unterwasserfotografie gilt die Regel des Goldenen Schnittes, und viele Kameras verfügen über eine Rasterfunktion im Sucher.

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