Hinter den Kulissen – zu Besuch bei CEWE in Prag

Von Benjamin Mogel

Nach einer turbulenten Reise durch Deutschland, hieß unser nächstes Ziel Prag! Schon bei der nächtlichen Ankunft wurde uns klar, dass wir eindeutig Richtung Osten unterwegs waren – es wurde immer kälter. Als ich mein Apartment, direkt in der Altstadt, gefunden hatte, ruhte ich mich erst einmal aus, um fit für die nächsten Tage zu sein.

 

Sonnenaufgang in Prag

Am nächsten Morgen ging es zeitig los, um die Altstadt von Prag bei Nacht und Dämmerung einzufangen. Als ich gegen 05:00 Uhr auf der Karlsbrücke ankam, war ich nur einer von wenigen Fotografen, die sich dort tummelten.

Erst nachdem ich einige Nachtaufnahmen von der Brücke und der Szenerie gemacht hatte, bemerkte ich, dass der Himmel mit schweren Wolken überzogen war. Ich war überzeugt, keinen Sonnenaufgang sehen zu können und wollte schon heimwärts gehen, als ich sah, dass aus der verhangenen Wolkendecke Schnee fiel.

Und so wurde aus einer Sonnenaufgangs-Mission eine Schneefall-Mission bei bestem Licht, wenig anderen Fotografen und das alles mitten auf der atemberaubenden Karlsbrücke. Manchmal braucht man wohl doch einfach nur ein bisschen Glück.

 

CEWE Labor Prag

Zufrieden mit den Ergebnissen ging ich zurück ins Apartment und bereitete mich auf die kommenden Aufgaben vor.

Denn schon um 10:00 Uhr hatten Maud und ich den ersten Termin am Stadtrand von Prag bei der tschechischen Produktionsstätte von CEWE. Wir wurden vom Produktionsleiter Libor Rambousek und Marketingmitarbeiter Adam Dobiáš freundlichst empfangen und begannen unseren Besuch bei einem ausgezeichneten Kaffee im Büro.

 

Libor erzählte uns alles, was wir über die Geschichte des Unternehmens und die Fotoproduktion wissen wollten. Besonders spannend fand ich seine Erzählungen über die Zeit vom Umbruch der analogen zur digitalen Fotografie. Damals dachten viele Leute, sie würden keine gedruckten Fotos mehr benötigen, da sie nun Bildschirme hatten, um ihre Erinnerungen jederzeit griffbereit zu haben. Der Absatz von Fotoprodukten ging deutlich zurück. Waren es in den Spitzenzeiten der Analogfotografie bis zu 100 Millionen gedruckte Fotoprodukte pro Jahr, sank der Absatz binnen weniger Jahre auf 50 Millionen Stück jährlich. Dennoch erzählte uns Libor, dass wir uns heute abermals im Umbruch befinden: Die meisten Menschen machen täglich unzählige Fotos und werden mit einer unüberschaubaren Anzahl an Bildern überflutet, sodass die Bedeutung von gedruckten Bildern und wertvollen Erinnerungen wieder zunimmt!

Nach diesem interessanten Gespräch, ging es mitten ins Geschehen: in die Fotoproduktion. Wir wurden durch alle Produktionsbereiche geführt, angefangen von der Produktion von Wandbildern, der Fotodruckerei, bis hin zur individuellen Qualitätskontrolle aller Fotobücher.

Nachdem sich Libor von uns verabschiedete, zeigte uns Adam noch seine derzeitigen Blog- und Social-Media-Projekte. Sein Job ist es, Content für den firmeneigenen Blog zu generieren, sei es durch Blogger, Fotografen oder Influencer. Da mich dieses Thema selbst brennend interessiert, hatten wir einiges zu besprechen und konnten unsere Ideen und Meinungen zu aktuellen Trends austauschen.

Danach mussten wir leider auch schon los, denn an diesem Nachmittag stand noch ein weiterer spannender Termin an der Tagesordnung: ein Besuch der Leica Galerie.

 

Zu Besuch bei Leica

Als wir gegen 17:00 Uhr in der Galerie ankamen, wurde wir schon von der Leiterin Ivana Kubickova erwartet. Sie erzählte uns zu Beginn, dass derzeit eine Dokumentation über das weltbekannte Burning Man Festival gezeigt wird – ein jährlich stattfindendes Festival in der Wüste Nevadas in Amerika, dessen Spirit mich persönlich schon seit Jahren fasziniert.

Ich nahm mir genügend Zeit, alle Fotos auf mich wirken zu lassen und wusste beim Verlassen der Galerie, dass meine Wunschliste um einen Punkt gewachsen war.

Ich beendete den Tag in einem typisch tschechischen Pub, in dem ich mich mit Adam traf und mit ihm weiter über seine Arbeit bei CEWE und das Leben in Prag sprechen konnte. Kurz vor 22:00 Uhr machte ich mich in Richtung Bahnhof auf, um zusammen mit Maud mit dem Nachtzug nach Krakau zu fahren.

Ihr Benjamin Mogel

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