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Aufhellblitz bei Sonnenschein? Ja!

Im Allgemeinen benutzt man den Blitz der Kamera oder den Aufsteckblitz immer dann, wenn nicht genug Licht vorhanden ist, also auf Feiern und Veranstaltungen. Gern auch bei Porträtfotos im Studio. Auch bei der Produktfotografie kommen Blitzgeräte oft zum Einsatz. Bei vielen Fotografen kommt der Blitz jedoch nicht zum Zuge, wenn vermeintlich genug Licht vorhanden ist. Bei Außenaufnahmen im Sonnenschein halten viele den Blitz für überflüssig, aber das ist ein Fehler.

Situation: Licht und Schatten

Fotografiert man bei Sonnenschein im Freien, hat man in der Regel eher zu viel Licht als zu wenig. Wenn das Model in die Sonne blinzelt, kommen kaum gute Fotos zustande. Fotograf und Model begeben sich dann eher in den Schatten, um dem harten Sonnenlicht zu entgehen. Dabei bietet die Morgen- oder Abendsonne ein schönes Licht, das man auch nutzen sollte. Damit das Model nicht geblendet wird, sollte man aber Aufnahmen mit Seiten- oder Gegenlicht machen. Damit das Bild dann noch gut ausgeleuchtet wird, braucht man einen Blitz.

Ein Problem dabei ist, dass das Blitzgerät durch die Kamera „gebremst“ wird, weil der Belichtungsmesser die große Helligkeit misst. Sowohl die Kamera als auch der Blitz müssen also in den manuellen Modus gestellt werden. Je nach Situation muss der Blitz dann so eingestellt werden, dass das Ergebnis zufrieden stellt. Es müssen also in der Regel ein paar Probeaufnahmen gemacht werden, bei denen man den Blitz auf die richtige Intensität einstellt.

Modelshooting: Der Unterschied

Hat man den Blitz und die Belichtung an die Aufnahmesituation angepasst, kann man einfach „drauflos“ fotografieren, ohne sich noch groß Gedanken um die Belichtung machen zu müssen. Das Einzige, auf das man dann noch achten muss, ist, dass der Abstand zum Model nicht zu sehr schwankt. Kommt man dem Model zu nah, entsteht eine Überbelichtung, ist man dagegen zu weit weg, ist das Model unterbelichtet.

Wählt man die Belichtungszeit kurz oder die Blende klein, so dass die Umgebung unterbelichtet wird, kann man mit dem Blitz das Model vom Hintergrund freistellen. Dabei entstehen Bilder, die aussehen, als ob sie in der Nacht aufgenommen wurden. Wie stark der Effekt ist, hängt nur von den Kameraeinstellungen und Ihrer Kreativität ab.

Aufhellblitz bei Sonnenschein Fotografie ©Bernd Kröger

Mit dem Aufhellblitz wird die Person richtig beleuchtet. ©Bernd Kröger

Hochzeitsfotografie

Hochzeiten finden oft am Vormittag statt. Wenn man nach der Zeremonie dann nach draußen geht um die Gruppenaufnahmen zu machen ist oft Mittagszeit und die Sonne steht hoch am Himmel. Damit die Gesichter der Menschen nicht zu verkniffen aussehen, sollte man die Gäste mit der Sonne im Rücken oder seitlich aufstellen. Damit haben sie aber Schatten im Gesicht, was nicht sehr gut aussieht. Hier hilft der Aufhellblitz, um Licht in die Gesichter und Glanz in die Augen zu bringen. Der Lichtpunkt in den Augen der Fotografierten ist wichtig, weil er den Augen Leben einhaucht. Glänzende Augen wirken frisch und lebendig, ohne Reflex wirken Augen dagegen oft tot. Man sollte unbedingt darauf achten, dass alle Gäste gleichmäßig von der Sonne beschienen werden. Steht ein Teil der Gruppe im Schatten und der andere in der Sonne, kann man das auch mit dem Blitzgerät nicht ausgleichen.

Damit der Blitz eine Chance gegen das Sonnenlicht hat, muss er wieder auf „manuell“ gestellt werden und in der Regel auf volle Leistung. Ein oder zwei Probeaufnahmen mit der Digitalkamera reichen auch hier, um die richtige Einstellung zu finden.

Farbanpassung

Eine besondere Situation ist es, wenn man am frühen Morgen oder am Abend fotografiert, wenn die Sonne schon gelbliches oder gar rötliches Licht aussendet. Dann wirkt der Blitz oft unangenehm kühl. Man kann das Problem auch später am Computer nur mit großem Aufwand korrigieren. Einfacher ist es, das Blitzgerät mit einer Folie zu versehen, die das Blitzlicht ebenfalls gelblich oder rötlich färbt. Solche Folien gibt es im Fachhandel. Sie lassen sich auf die Größe des Blitzreflektors zuschneiden und mit Klebestreifen fixieren oder mit einen Gummiband befestigen. Die Folien haben verschiedene Farben und Dichten, so dass die passende leicht gefunden werden kann.

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