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Available Light: Fotgrafieren bei wenig Licht

Die Available-Light-Fotografie beschäftigt sich mit dem Bildermachen bei schlechten Lichtverhältnissen. Wörtlich übersetzt heißt „Available Light“ verfügbares Licht. Nun fotografieren wir natürlich immer mit dem verfügbaren Licht, gemeint ist hier aber Fotografieren bei wenig Licht. Deshalb nennen manche Fotografen diese Art zu fotografieren auch „Low Light Photography“. Es bedeutet aber auch, dass kein Blitz oder Scheinwerfer zum Einsatz kommt.

Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen wie Familienfeiern, Hochzeiten, Taufen etc. sollte man versuchen, ohne Blitzgerät auszukommen. Zum einen stört es die Anwesenden, wenn dauernd geblitzt wird, zum anderen ist es beispielsweise in Kirchen nicht gern gesehen. Wie geht man nun am besten vor, um zu guten, realistischen Bildern zu kommen? Zunächst ist es wichtig, dass die Bilder nicht verwackelt werden und man auch die Bewegungsunschärfe gering hält. Das erreicht man in der Regel, wenn man bei Aufnahmen mit Menschen die Belichtungszeit auf etwa 1/125s einstellt. Dazu verwendet man das Programm Zeitpriorität (Tv, S). Immer, wenn sich das Motiv bewegt, sollte man die Belichtungszeit vorwählen. Die indirekte Steuerung, indem man große Blenden vorwählt, führt nicht immer zum Ziel.

Als nächstes stellt man eine Belichtungskorrektur ein. Es mag auf den ersten Blick überraschend sein, aber man muss unterbelichten, um zu realistischen, dunkleren Bildern zu kommen. Die Kamera würde andernfalls versuchen, eine taghelle Aufnahme herzustellen. Dann wären die dunklen Bildbereiche zu hell und die Gesichter der Personen überbelichtet. Wie man das an der Kamera einstellt, ist stark vom Hersteller und der Kamera Abhängig. Am besten schaut man in der Gebrauchsanleitung unter „Belichtungskorrektur“ nach. In den meisten Fällen reicht eine Unterbelichtung von 2/3 Blendenstufen. Bei dieser Einstellung wählt die Kamera automatisch die größte zur Verfügung stehende Blende. Die ist allerdings vom Objektiv abhängig. Am besten arbeitet man bei der Available-Light-Fotografie mit einem Objektiv mit Festbrennweite. Die haben oft größere Bledenöffnungen als Zoom-Objektive. Blende f/2,8 sollte es schon sein. Besser sind f/2 oder f/1,4. Dabei muss einem jedoch bewusst sein, dass man nur eine sehr geringe Schärfentiefe zur Verfügung hat. Oft nur wenige Zentimeter. Braucht man mehr Schärfentiefe, muss man die Kamera in den manuellen Modus („M“ am Programmwähler) versetzen und eine kleinere Blende vorgeben.

Als Letztes muss man dann die ISO-Einstellung so wählen, dass die Blendenanzeige im Sucher nicht mehr blinkt, bzw. Im Display keine Unterbelichtungswarnung erscheint. Viele Kameras bieten eine Auto-ISO-Einstellung, die gerade bei wechselnden Lichtverhältnissen sehr vorteilhaft ist.

Available Light Fotografie: Mädchen mit Gänsen, Theater ©Bernd Kröger

Die Bewegung im Bild kann nur mit einer kurzen Belichtungszeit eingefroren werden. ©Bernd Kröger

Theater/Zirkus

Die Vorgehensweise ist bei der Theater- oder Zirkusfotografie die gleiche wie bei anderen Veranstaltungen. Wichtig ist beim Theater jedoch die Belichtungszeit. Schauspieler auf der Bühne bewegen sich manchmal recht schnell, so dass die Belichtung auf 1/250s verkürzt werden sollte. Noch schneller geht es im Zirkus zu. Dort sollte man versuchen, auf 1/500s zu kommen. Ein galoppierendes Pferd in der Manege lässt sich sonst kaum scharf abbilden. Es ist von der Kamera abhängig, und vom Geschmack des Fotografen, bis zu welchem Wert man die ISO-Einstellung erhöhen kann, ohne völlig verrauschte Bilder zu bekommen. Eventuell muss man Kompromisse bei der Blende machen. Bei den Belichtungszeiten sollte man sich an die genannten Zeiten halten, da man sonst mit Bewegungsunschärfe oder gar Verwackelungen die Mehrzahl der Bilder verderben würde.

Available Light Fotografie: Schauspielerin auf Theaterbühne ©Bernd Kröger

Bei der Available Light-Fotografie muss man eine Unterbelichtung einstellen, damit die Gesichter nicht überbelichtet werden. ©Bernd Kröger

 

 

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