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Belichtungskorrektur: Motive „im richtigen Licht“

Belichtungsmessung

Wenn man den Auslöser der Kamera halb herunter drückt, wird nicht nur die Entfernung zum Motiv gemessen, sondern auch die Belichtung – also die Helligkeit, die das Motiv aufweist. Je nach gewähltem Programm bestimmt die Kamera die Blende (Zeitpriorität), die Belichtungszeit (Blendenpriorität) oder beides (Programmautomatik). Wenn die Kamera auf automatische ISO-Einstellung gestellt wurde, wird auch diese für die korrekte Belichtung herangezogen.

Was ist eine richtig belichtete Aufnahme?

Als man den ersten Belichtungsmesser herstellen wollte, gab es ein Problem: Kein Mensch wusste, was ein richtig belichtetes Bild ist. Bis dahin galt: „Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht.“ Eine große Fotofirma hat daraufhin einige hunderttausend richtig belichtete Bilder von ihren Kunden untersucht. Man hat eine bestimmte Menge Licht auf das Bild gegeben und gemessen, wieviel davon reflektiert wurde. Das Ergebnis war, dass 18% des auftreffenden Lichtes von einer richtig belichteten Aufnahme reflektiert wird. Das war die Basis, die man brauchte, um Belichtungsmesser zu konstruieren.

Belichtung: Schwan putzt sein Gefieder © Bernd Kröger

Dieses Bild ist heller, als ein durchschnittliches Foto. Deshalb musste die Belichtung korrigiert werden. © Bernd Kröger

Die Graukarte

Der Belichtungsmesser setzt nun voraus, dass es sich um ein „normal“ belichtetes Motiv handelt, was in etwa 90% der Fälle bei „Allerwelts-Aufnahmen“ auch richtig ist. Hat man jedoch davon abweichende Verhältnisse, wie bei überwiegend hellen Motiven oder sehr dunklen Objekten, kann der Belichtungsmesser nicht zu einem richtigen Ergebnis kommen. Fotografiert man beispielsweise im Wintersport bei strahlendem Sonnenschein, sind alle Motive sehr hell. Das Ergebnis sind zu dunkle Bilder, bei denen der Schnee hellgrau ist und die Menschen, die auf dem Bild zu sehen sind, viel zu dunkle Gesichter haben. Andersherum werden Bilder, die man im Dunkeln aufnimmt, tendenziell zu hell abgebildet.

Eine Methode, das zu korrigieren, ist die Graukartenmessung. Bei den meisten Kameras kann man die Belichtungsmessung unabhängig vom Fokussieren durchführen. Man stellt die Kamera also auf ein Stativ und hält die Graukarte so vor das Objektiv, dass die Sonne genau so hinauf scheinen kann, wie sie auch auf die Landschaft scheint. Dann misst man die Belichtungszeit und die Blende. Mit dieser Einstellung macht man dann die Aufnahme. So ist das Bild mit Sicherheit richtig belichtet.

Schneelandschaft © Bernd Kröger

Das Bild ist zu dunkel, weil der Schnee viel heller ist als bei einer durchschnittlich hellen Fotografie. © Bernd Kröger

Belichtungskorrektur

Nun ist das Messen mit der Graukarte nicht immer möglich und in vielen Fällen auch zu aufwendig. Die meisten Kameras können jedoch mit einer Belichtungskorrektur Abhilfe schaffen. Die Korrektur erfolgt meist in Drittel-Blendenstufen. Bei sehr hellen Motiven muss man nun in Richtung Überbelichtung korrigieren. Oft reichen 2/3-Blendenstufen-Korrektur, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Um sicher zu gehen, kann man sich das Histogramm des Bildes auf der Kamera ansehen. Wenn auf der rechten Seite des Histogramms noch etwas Platz ist, ist die Aufnahme OK. Ist jedoch auf der rechten Histogrammseite ein großer Berg entstanden, der bis zum Rand geht, muss man die Korrektur wieder etwas zurücknehmen.

Belichtungskorrektur: Frau in schwarzem Umhang © Bernd Kröger

Ohne Korrektur erscheint das Gesicht zu hell. © Bernd Kröger

 

Belichtungskorrektur: Frau in schwarzem Umhang © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

 

 

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