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Bewegte Motive fotografieren – So geht’s

Bewegt sich ein Motiv, muss der Fotograf zweierlei beachten: Die Bewegung muss „eingefroren“ werden, oder bewusst in die Bildgestaltung eingebaut werden. Das zweite Problem entsteht dadurch, dass das Autofokussystem nicht schnell genug ist, um das Objekt scharf abzubilden. Kann man bei der Bewegungsunschärfe noch Absicht unterstellen, wenn das Objekt nicht scharf abgebildet ist, kann jeder Laie sehen, dass ein Objekt nicht richtig fokussiert wurde.

Bewegungsunschärfe

Bei der Bewegungsunschärfe muss man die Belichtungszeit so kurz wählen, dass das Motiv sich nur sehr wenig bewegen kann. Als Belichtungsprogramm verwendet man am besten die Zeitvorwahl (Tv bei Canon oder S bei Nikon). Will man außerdem noch die Schärfentiefe beeinflussen muss man die Kamera auf manuelle Belichtung stellen. Will man beispielsweise Menschen fotografieren, die am Tisch sitzen und sich nur wenig bewegen, reicht 1/125s aus um die Bewegung einzufrieren. Bei Menschen auf der Tanzfläche muss die Belichtungszeit auf 1/250s verkürzt werden, es sei denn, man möchte die Bewegung im Bild durch Verwischen darstellen, dann stellt man die Kamera auf 1/60s oder sogar auf 1/30s.

Beim Sport, wie Handball, Volleyball oder Basketball braucht man schon 1/500s um die Bewegung festzuhalten. Noch schneller geht es beim Pferdesport und beim Motorsport zu. Hier braucht man 1/1000s oder gar 1/2000s.

Dolmusch bewegtes Motiv ©Bernd Kröger

Für schnelle Objekte braucht man kurze Belichtungszeiten, damit keine Bewegungsunschärfe entsteht. ©Bernd Kröger

Mitzieher

Ein schöner Effekt entsteht, wenn man die Kamera mit dem Objekt mit bewegt. Dazu richtet man eines der Autofokusfelder auf das Objekt und schwenkt die Kamera genau so schnell, wie sich das Objekt bewegt. Wichtig ist, dass man den Auslöser drückt, während sich die Kamera bewegt. Stoppt man ab, bevor man den Auslöser drückt, hat man wieder nur normale Bewegungsunschärfe. Im Idealfall ist das Objekt scharf abgebildet, während der Hintergrund verwischt wird. Dazu braucht man allerdings deutlich längere Belichtungszeiten. Je nach Geschwindigkeit des Objektes kommen 1/60s bis 1/15s zum Einsatz. Auf jeden Fall muss man solche Aufnahmen üben. Sie werden kaum beim ersten Mal gelingen.

Pferde: Mitzieher ©Bernd Kröger

Beim Mitzieher muss die Kamera genau so schnell geschwenkt werden, wie sich das Objekt bewegt. ©Bernd Kröger

Out of focus

Bewegt sich ein Objekt auf den Fotografen zu oder von ihm weg, muss der Autofokus sehr schnell arbeiten. Die Geschwindigkeit mit der der Autofokus arbeiten kann, hängt nicht nur von der Kamera ab, sondern auch vom Objektiv. Objektive mit Ultraschall-Motor (USM) sind schon ziemlich schnell, aber bei höheren Geschwindigkeiten reicht das nicht aus. Das Objekt bewegt sich aus der Schärfeebene heraus, während die Aufnahme gemacht wird. Das Ergebnis ist ein unscharfes Objekt.

Autofokus-Modus

Für diesen Fall bieten viele Kameras die Einstellung AI-Servo (Canon) bzw. AF-C (Nikon). Bei dieser Einstellung verfolgt das Autofokussystem die Bewegung des Objektes und stellt kontinuierlich scharf. Dabei „denkt“ es sogar voraus und berücksichtigt die Auslöseverzögerung der Kamera mit ein, so dass das Motiv auf jeden Fall im Fokus liegt. Diese Einstellung ist ideal für alle Sportmotive, wo sich Menschen schnell bewegen. Aber auch fahrende Autos, Fahrradfahrer oder das eigene Haustier lassen sich so einfach fotografieren, ohne dass sie sich aus der Schärfeebene heraus bewegen können. Natürlich muss auch die Belichtungszeit an die Bewegung angepasst werden, wie oben beschrieben.

Aus gestalterischen Gründen ist es besser, wenn das Objekt nicht immer in der Bildmitte erscheint. Deshalb ist es besser, wenn man bei dieser Einstellung nicht immer den mittleren Autofokuspunkt aktiv hat, sondern eher einen, der sich seitlich befindet.

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