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Tiefenschärfewirkung: Crop-Faktor, einfach erklärt

In diesem Beitrag geht es um die Veränderung der Tiefenschärfewirkung und die Frage, wieso nicht jede Linse auf jede Kamera passt. Wie ich im letzten Post erklärt habe, wirft das Objektiv ein Bild auf den Sensor. Bei einem Crop-Sensor werden die Ränder dieses Bilds schlicht und einfach nicht genutzt. Irgendwann begannen Kamerahersteller deshalb, Objektive speziell für Crop-Objektive herzustellen, also Objektive, deren Bildkreis nur die Fläche eines Crop-Sensors abdecken. Die Konstruktion dieser Objektive ist etwas weniger aufwendig, weshalb sie billiger sein können. Außerdem wird ein Crop-Objektiv immer kleiner sein als ein Vollformat-Objektiv gleicher Brennweite sein. Canon-Crop-Objektive erkennt man an der Bezeichnung EF-S (im Unterschied zu EF-Objektiven), bei Nikon existieren die Bezeichnungen DX für Crop- und FX für Vollformat-Objektive. Über andere Hersteller können sie in diesem Post nachlesen. Allerdings müssen sie auch bei Crop-Objektiven, die Brennweite mit dem Crop-Faktor ihrer Kamera multiplizieren, oder anhand eines Beispiels: Das Nikon 35mm 1.8 DX wird zum 52,5mm (35mm x 1,5).

Die Veränderung der Blendenwirkung

Mit der scheinbaren Veränderung der Brennweite geht auch eine Veränderung der Blendenwirkung, sprich Tiefenschärfe einher. Der Schärfebereich wird auf Crop-Sensoren im Vergleich zum Vollformat größer, allein deshalb, weil weiter in das Bild hineingezoomt wird. Das ganze lässt sich sehr gut veranschaulichen:

Veränderung der Blendenwirkung

© Darius Kromoser

Dieses Bild ist mit einem 70mm-Objektiv auf einer Vollformatkamera bei Blende 2,8 aufgenommen. Simulieren wir nun einen Crop-Sensor, schhneiden das Bild also auf die Fläche des Crop-Sensors zu, erkennen wir, dass die Tiefenschärfe zwar immer noch den gleichen Bereich abdeckt, durch den Zuschnitt aber tiefer wirkt.

Veränderung der Brennweite

© Darius Kromoser

Dabei ist die Veränderung der Tiefenschärfe allerdings leider nicht so simpel zu berechnen wie die Veränderung der Brennweite, es ist tatsächlich eine relativ komplizierte Gleichung. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass ein Crop-Sensor niemals die gleichen Freistellungsmöglichkeiten wie ein Vollformatsensor bietet.

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