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Dauerfeuer: Serienbilder

Die Serienbildfunktion

Um das perfekte Bild zu bekommen, muss man oft schnell hintereinander Aufnahmen machen. Mit den meisten digitalen Kameras kann man Bildserien aufnehmen. Dabei hält man den Auslöser gedrückt und die Kamera macht so lange Aufnahmen, bis man den Auslöser loslässt oder der Pufferspeicher voll ist. Die Bildfolge schwankt je nach Kamera zwischen drei und zehn Bildern pro Sekunde. Bei einer Spiegelreflexkamera ist damit ein ziemlicher Aufwand verbunden. Wenn der Auslöser gedrückt wird, fokussiert die Kamera, die Belichtung wird gemessen, der Spiegel klappt hoch, die Blende springt auf den eingestellten Wert, der Verschluss öffnet sich und schließt wieder. Dann springt die Blende zurück auf die offene Stellung und der Spiegel klappt wieder herunter. Wenn dieser Vorgang zehn Mal pro Sekunde abläuft, kann es ziemlich laut werden. Bei manchen Kameras kann man aber auch die Bildfrequenz so einstellen, dass sie „nur“ vier oder fünf Bilder pro Sekunde macht statt acht oder zehn.

Einsatz der Serienbildfunktion bei schnellen Abläufen

Manche Vorgänge sind so schnell, dass wir sie mit unseren eigenen Augen nicht genau erfassen, geschweige denn im richtigen Moment den Auslöser drücken können. Wenn ein Sektkorken knallen soll, ist der richtige Moment kaum zu treffen, wenn man nur eine Aufnahme macht. Auch bei einem Läufer ist der Augenblick, wenn beide Beine gestreckt sind, schwer zu erwischen. In Schottland wird auf der Burg in Edinburgh jeden Mittag um zwölf die Kanone abgefeuert. Auch hier ist es schwer, genau in der richtigen Sekunde auf den Auslöser zu drücken. In Momenten wie diesen bietet sich dann die Serienbildfunktion an, um genau den richtigen Moment festzuhalten.

Serienaufnahme von Volleyballerinnen © Bernd Kröger

Beim Sport sind die Vorgänge manchmal zu schnell, um den richtigen Moment zu erfassen. © Bernd Kröger

Serienbildfunktion für Collagen

Will man einen Bewegungsablauf in seinen verschiedenen Phasen festhalten, um sie später am Computer zu einem Bild zu vereinen, ist die Serienbildfunktion auch sehr hilfreich. Dabei nimmt man den Ablauf mit mehreren Bildern auf. Am besten verwendet man dabei ein Stativ, damit man immer genau den gleichen Bildausschnitt aufnimmt. Im Computer ordnet man die Bilder in Ebenen an und löscht bei allen Ebenen bis auf den Hintergrund alle statischen Motive. So kann man das bewegte Objekt in seinen verschiedenen Phasen darstellen.

Serienbilder: Gischtwolke in Koserow © Bernd Kröger

Manche Vorgänge lassen sich vorhersagen und abwarten, weil sie regelmäßig auftreten. © Bernd Kröger

Serienbilder: Fußspuren am Strand werden von Wellen verwischt © Bernd Kröger

© Bernd Kröger

 

Henri Cartier-Bresson und der „Entscheidende Moment“

Der berühmte Fotograf Cartier-Bresson hat den Begriff vom „Entscheidenden Moment“ geprägt. Er meinte damit, dass der Fotograf so lange mit der Aufnahme warten soll, bis sich das perfekte Bild ergibt, das den entscheidenden Moment darstellt. Dazu bedarf es einiger Erfahrung und eines guten fotografischen Blickes. Viele Fotografen konzentrieren sich ausschließlich auf ihr Hauptmotiv, ohne die Bewegungen im Hintergrund oder außerhalb des Sucherbildes wahrzunehmen. In solchen Fällen hilft die Serienbildfunktion nur sehr selten, denn der Pufferspeicher der Kamera ist schnell voll und man könnte den richtigen Moment trotzdem verpassen, weil die Kamera gerade damit beschäftigt sein könnte, die Bilder zu speichern.

Serienbilder: Menschen auf Terrasse über dem Meer © Bernd Kröger

Auf manche Motive kann man in Ruhe warten – wie hier auf das Segelboot. Das Abwarten hat das Ergebnis wesentlich verbessert. © Bernd Kröger

Beide Varianten haben Vorteile

Ob man nun auf den richtigen Moment wartet oder mit der Serienbildfunktion arbeitet, hängt vom Motiv und der Situation ab. Ist es ein schneller Vorgang, der in wenigen Sekunden abgeschlossen ist, hilft die Serienbildfunktion vielleicht zum optimalen Foto zu kommen. Dauert der Vorgang jedoch etwas länger, sollte man auf den „Entscheidenden Moment“ warten.

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