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Der Cropfaktor

Man unterscheidet bei den aktuellen Kameras zwischen sogenannten Vollformat- und Cropkameras. „Crop“ ist der englische Ausdruck für beschneiden oder abschneiden. Die Basis für die Betrachtung ist das Kleinbildformat aus der analogen Fotografie. Dias und Farbnegative haben das Format 36 x 24mm. Bei den heutigen Digitalkameras spricht man vom „Vollformat“, wenn der Sensor die gleiche Größe hat wie der Kleinbildfilm. Diese Kameras sind jedoch noch in der Minderheit. Die meisten Kameras auf dem Markt haben einen kleineren Sensor. Bei Spiegelreflex-Kameras werden am häufigsten APS-C-Sensoren verwendet. Diese haben eine Breite von 22,2mm und eine Höhe von 14,8mm. Der Cropfaktor ist somit 1,6 (36mm / 22,2). Es gibt eine Variante des APS-C-Sensors, der 23,6mm breit ist. Das ergibt einen Cropfaktor von 1,5. Häufig wird auch der sogenannte Four Thirds-Sensor in Kameras eingebaut. Mit einer Breite von 17,3mm ergibt sich ein Cropfaktor von etwa 2.

Was bedeutet der Cropfaktor für meine Aufnahmen?

Das Objektiv ist rund, genauso wie die Blende. Daher ist das vom Objektiv gelieferte Bild auch rund. Aus Gründen der optischen Gesetze nimmt die Qualität der Abbildung zum Rand des Bildes hin ab. Abbildungsfehler wie chromatische Aberration, Verzeichnung und Unschärfe nehmen zum Bildrand hin zu. Das Vollformat nutzt den größten Teil des Bildes aus. Die Ecken des Bildes gehen dabei sehr weit in die Randbereiche des Objektivbildes. Deshalb besteht hier die Gefahr, dass es bei Objektiven, die nicht zur Spitzenklasse gehören, zu den obengenannten Abbildungsfehlern kommt. Aber auch sehr hochwertige Objektive liefern keine perfekte Abbildung in den Randbereichen. Der Cropsensor verwendet nur einen kleinen Teil des Bildes, das das Objektiv liefert. Dadurch sind die Probleme in den Randbereichen des Bildes nicht so stark. Daher ist die Bildqualität bei guten Objektiven in den Randbereichen besser als beim Vollformat.

Brennweite und scheinbare Brennweite

Nun ist dem Objektiv die Größe des Sensors, der in der Kamera steckt, ziemlich „gleichgültig“. Ein Objektiv mit der Brennweite von 100mm hat auch beim Cropsensor eine Brennweite von 100mm. Allerdings erzeugt der Cropsensor eine Art Ausschnittsvergrößerung aus dem vom Objektiv angebotenen Bild. Dadurch wird der Bildwinkel kleiner als beim Vollformat. Ein kleinerer Bildwinkel bedeutet, dass ein 100mm-Objektiv bei einem APS-C-Sensor den gleichen Bildausschnitt hat, wie ein 160mm-Objektiv am Vollformat. Arbeitet man also mit einer Cropkamera, muss man eigentlich die am Objektiv eingestellte Brennweite immer mit dem Faktor 1,6* multiplizieren, um auf die scheinbare Brennweite zu kommen.

 

Cropfaktor Landschaftsfoto: Vergleich Vollformat und Cropsensor © Bernd Kröger

Das Vollformat (grüner Kasten) nutzt fast das gesamte Objektivbild. Der Cropsensor (roter Kasten) schneidet einen Teil des Bildes ab. © Bernd Kröger

 

Ausschnittsvergrößerung durch Cropsensor © Bernd Kröger

Der Cropsensor erzeugt eine Art Ausschnittsvergrößerung aus dem Objektivbild. Dadurch wird der Bildwinkel kleiner. © Bernd Kröger

 

Grafik zu Brennweite und Bildwinkel © Bernd Kröger

Brennweite und Bildwinkel stehen in einem festen Verhältnis beim Vollformat. Der Cropsensor verringert den Bildwinkel und damit scheinbar die Brennweite eines Objektives. © Bernd Kröger

Bei einigen Kameras beträgt der Cropfaktor wie erwähnt 1,5 oder 2.

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