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Megapixel: Wieviele braucht man tatsächlich?

Fast alle Kamerahersteller bewerben ihre Kameras mit der Bildgröße in den Megapixeln, die die Kamera liefert. Es entsteht der Eindruck, je größer desto besser. Leider ist das ein Trugschluss, denn große Bilder bedeuten nicht automatisch bessere Bilder. Manchmal tritt sogar das Gegenteil auf.

Aufbau digitaler Bilder

Digitale Bilder sind aus einzelnen Pixeln* zusammengesetzt. Jedes Pixel ist definiert durch die Werte der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Alle Monitore, Fernseher, Laptops und auch Kameramonitore arbeiten nach diesem Prinzip. Die Helligkeit der Grundfarben kann bei 8-Bit-Bildern dabei von „0“ (Schwarz) bis „255“ (Weiß) reichen. Sind also alle Werte auf „0“, ist das Pixel schwarz, bei „255“ ist es dagegen weiß. Aus den drei Grundfarben lassen sich alle denkbaren Farben erzeugen. Gelb setzt sich zum Beispiel aus Rot und Grün zusammen. Insgesamt lassen sich so über 16 Millionen Farben darstellen (256 x 256 x 256).

Sensorgröße: Worauf Sie achten sollten

Um Farbe und Helligkeit eines Pixels zu bestimmen, braucht man für jedes eine Diode, die die Helligkeit messen kann. Je größer die Diode ist desto mehr Licht kann sie auffangen und messen. Sind die Dioden dagegen sehr klein, was technisch kaum ein Problem ist, bekommen sie nicht mehr so viel Licht ab und die Messwerte müssen verstärkt werden. Beim Verstärken entsteht aber in jedem Fall Bildrauschen. Deshalb sind größere Dioden zum Lichtmessen besser als kleine.

Viele Hersteller bringen bei Kompaktkameras sehr viele Pixel unter. So können auf einem Sensor von nur 9mm Größe ohne weiteres 12 Millionen Dioden untergebracht werden. Das führt aber sehr oft zu Bildrauschen. Ein Sensor, der nur 6 Millionen Pixel liefert, hat oft eine bessere Bildqualität.

Bei Spiegelreflexkameras kommen meist zwei verschiedene Sensorgrößen zum Einsatz: Der sogenannte APS-C-Sensor oder der Vollformat-Sensor. Vollformat-Sensoren heißen so, weil sie so groß sind wie der Negativfilm in den Analog-Kameras: 36 x 24mm. Der APS-C-Sensor ist um den Faktor 1,6 kleiner – also 22,2 x 14,9mm. Es ist klar, dass die Dioden auf dem Vollformatsensor größer sein können als auf dem kleineren APS-C.

Bildqualität: Auf das Objektiv kommt’s an

Woran macht man eigentlich die Bildqualität fest? In erster Linie ist es die Bildauflösung, die zwar auch von der Bildgröße abhängt, aber auch vom Objektiv, das auf die Kamera gesetzt wurde. Wenn das Objektiv nicht die beste Qualität liefert, kann auch der Sensor keine qualitativ guten Bilder liefern. Ist das Bild, das das Objektiv anbietet, jedoch sehr scharf, kommt es auf den Sensor an, ob er das auch aufzeichnen kann. Sehr kleine Sensoren sind dazu meist nicht in der Lage. Einen weiteren Einfluss hat die kameraeigene Software, die noch vor dem Abspeichern des Bildes zum Einsatz kommt. Mit den Programmen kann schon ein Teil des Rauschens beseitigt werden. Den Rest können viele Bildbearbeitungsprogramme entfernen. Leider geht dabei fast immer etwas Schärfe verloren.

Die technische Entwicklung

Das Rauschverhalten der Kameras wird mit der Zeit immer besser. Auch lassen sich immer höhere ISO-Werte einstellen. Waren Bilder vor zehn Jahren schon bei ISO-800 ziemlich verrauscht, sind heute Fotos mit 6400 ISO und mehr möglich, ohne dass nennenswertes Rauschen entsteht. Sieht man sich Bilder an, die aus Handys stammen, ist man schon jetzt über die Qualität überrascht. Diese Entwicklung wird weiter anhalten. Ein Problem bei Fotos aus Handys und Kompaktkameras wird aber bleiben: Man kann nicht mit geringer Schärfentiefe arbeiten. Porträtfotos mit unscharfem Hintergrund werden also auf absehbare Zeit eine Domäne von Spiegelreflexkameras sein.**

Und wie viele Pixel braucht man nun?

Für Bilder im Papierformat 10 x 15cm reichen schon etwa 1800 Pixel in der Breite und 1200 in der Höhe. Für A4-Ausdrucke braucht man etwa 3600 x 2500 Pixel. Erst wenn man Kunstdrucke im A3-Format benötigt, sind etwa 5000 x 3600 Pixel nötig.

 

*Pixel steht für Picture Elements; Bildelemente

**Einige Handykameras haben allerdings schon eine App installiert, mit der man den Hintergrund mit einem Fingerwisch unscharf machen kann.

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