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Wer in fremden Ländern unterwegs ist, sollte beim Fotografieren von Menschen so einiges beachten. Hier ein paar Tipps für ein korrektes Verhalten.

Reisefotografie: Tipps zum Fotografieren von Menschen (Teil 2)

Reisen und fotografieren – das geht meist Hand in Hand. Für Naturaufnahmen und Architekturfotografie reicht das richtige Know-how oder zumindest die passenden Einstellung auf der Kompaktkamera. Wenn Sie aber unterwegs Menschen fotografieren möchten, sollten Sie einige Dinge beachten. Mit diesen Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung gelingen Portraitfotos und Schnappschüsse in fremden Kulturen:

(Blick-)Kontakt aufnehmen

Klar, dass man nicht immer die jeweilige Sprache seines Reisezieles beherrscht und auch mit Englisch kommt man in manchen Regionen nicht weit. Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich ein paar Floskeln in der Landessprache aneignen kann – damit stößt man fast immer auf großes Wohlwollen bei den Einheimischen. Umso besser, wenn Sie so auch nachfragen können, ob Sie ein Foto machen dürfen – und auch noch die Antwort verstehen. 😉 Generell aber reicht es meist schon, (Blick-)Kontakt aufzunehmen und mit Gestik und Mimik „nachzufragen“. Apropos Antwort verstehen: Ob eine Person fotografiert werden will oder nicht, erfasst man normalerweise sehr schnell – Sprachbarrieren hin oder her. Lustig kann es da allerdings bei länderspezifischen Eigenheiten werden, wie z.B. in Indien, wo ein „Ja“ durch eine Art Kopf-Schlenkern signalisiert wird. Für uns sieht das eher wie ein „vielleicht“ oder „ich weiß nicht so recht“ aus. Aber keine Sorge: Ein echtes „Nein“ können Sie definitiv erkennen!

Ein Lächeln kann Tür und Tor öffnen

Ich liebe es, auf meinen Reisen Menschen zu fotografieren. Kein Gesicht ist wie das andere, jede Linie und jede Falte erzählt ihre eigene Geschichte. Es ist so schön zu sehen, wie facettenreich die Menschheit ist. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, sich beim Fotografieren zurückzuhalten – aber ich kann auch aus Erfahrung sprechen, dass etwas Geduld, ehrliches Interesse und ein Lächeln im wahrsten Sinne Tür und Tor öffnen können: Viele meiner schönsten Fotos sind so entstanden – und oft durfte ich die „Geschichte“ hinter der Person kennenlernen oder wurde spontan nach Hause eingeladen.

Reisefotografie lächeln ©Ulli Felber

©Ulli Felber

Kinder sind kein Freiwild!

Kinder sind immer ein beliebtes Motiv – und meistens lassen sich die Kleinen, egal wo auf der Welt, auch gerne ablichten. Dennoch: Kindern sollte man den gleichen Respekt entgegenbringen wie Erwachsenen. Fragen Sie lieber nach, bevor Sie ein Foto machen – entsprechend auch die anwesenden Eltern.

Reisefotografie Kinder ©Ulli Felber

©Ulli Felber

Verschleierte Frauen

In strengen muslimischen Kulturen ist es nicht erlaubt, verschleierte Frauen zu fotografieren, gleich ob sie nur einen Schleier tragen oder zur Gänze verhüllt sind. In weniger strengen Regionen ist das Fotografieren durchaus möglich – aber man muss in jedem Fall aus Höflichkeit zuvor um Erlaubnis bitten.

Reisefotografie verschleierte Frau ©Ulli Felber

©Ulli Felber

Nur nicht zu nahe!

Als absolutes No-Go gilt es, mit einem riesen Objektiv fremden Menschen ungefragt zu Leibe zu rücken oder sich einfach rücksichtlos, zum Beispiel bei einer Zeremonie oder Feierlichkeit, nach vorne zu drängeln. Selbst wenn Fotografieren erlaubt ist: Das macht kein gutes Bild von Ihnen als Fotograf! Und Sie wiederum werden auch keine stimmungsvollen Bilder mit entspannten Gesichtsausdrücken knipsen können.

Verbote respektieren

Nicht überall darf fotografiert werden: Beispielsweise kann das Blitzlicht alte Wandgemälde und Fresken in Kirchen und Tempeln schädigen, andere Kultstätten gelten schlichtweg als zu heilig. Es gibt auch Orte, die problemlos bereist werden können, zugleich aber wichtige strategische Punkte in militärischen Zonen darstellen, womit auch hier das Fotografieren verboten ist. Egal, auf welcher Begründung ein Verbot fußt: Es sollte in jedem Fall eingehalten werden. Womit ich auch schon zum nächsten Punkt komme:

Einfach mal verzichten

Wie schon erwähnt: Als leidenschaftlicher Fotograf ist es nicht immer einfach, sich zurückzuhalten und die Kamera stecken zu lassen. Aber es gibt nun mal Situationen, die genau das aus Respekt gegenüber den Menschen verlangen. Und ganz ehrlich: die schönsten Erfahrungen und Eindrücke sammeln wir noch immer, indem wir sie mit allen Sinnen erleben – ohne Kameralinse vor der Nase.

Shot Shot Shot

Noch ein praktischer Tipp zum Schluss: Nicht jeder Mensch fühlt sich vor der Kameralinse wohl. Auch ist es in vielen Kulturen nicht unbedingt üblich, wie bei uns im Westen, geradewegs in die Kamera zu lächeln. Stellen Sie bei Portraitaufnahmen einfach auf „Serienbild“ – so ist mit Sicherheit eine gute, weniger „gestellte“ Aufnahme dabei!

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