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Timing – der Schlüssel zum guten Foto

Fotos entstehen fast immer im Bruchteil einer Sekunde. Bei der Architektur- oder Landschaftsfotografie ist es dabei meist nicht so wichtig, wann genau man auf den Auslöser drückt. Bei der Porträtfotografie und beim Sport ist der genaue Moment aber entscheidend. Will man beim Fußball den Torschuss fotografieren, sollte man genau den richtigen Augenblick erwischen. Ein Torschuss ohne Ball ist ein recht langweiliges Motiv, auch wenn man den Schützen gut „getroffen“ hat. Auch bei der Porträtfotografie ist der richtige Moment wichtig. Mal von geschlossenen Augen abgesehen, die man immer vermeiden sollte, ist es der typische Gesichtsausdruck einer Person, die für eine gelungene Aufnahme entscheidend ist.

Henry Cartier-Bresson

Der berühmte Fotograf aus Frankreich hat den Begriff des „entscheidenden Moments“ geprägt. Er meinte damit den Moment, in dem alles im Bild an seinem Platz ist und alle Elemente zueinander passen. Dabei kann man in vielen Fällen auf den richtigen Moment warten. Man muss nur den Bildausschnitt fest im Blick haben und sehen, wie sich Menschen, Tiere oder Objekte bewegen. Wenn sie am richtigen Ort angekommen sind, drückt man auf den Auslöser. Als Vorbereitung kann man schon mal auf den Punkt fokussieren, an dem das Ereignis stattfindet. Wenn man den Zieleinlauf eines Marathonläufers fotografieren möchte, kann man ein paar Sekunden vorher schon auf das Zielband fokussieren. Dazu drückt man den Auslöser halb herunter und wartet, bis der Läufer das Band berührt, um den Auslöser dann ganz herunterzudrücken.

Timing Fotografie: Aussichtsplattform am Meer ©Bernd Kroeger

Die Personen standen schon so da, als ich zufällig daran vorbeikam. Das Segelboot war jedoch noch weit links außerhalb des Bildausschnittes. Als das Boot an der von mir gewünschten Stelle angekommen war, habe ich den Auslöser gedrückt. Die Möwen sind allerdings eine ungeplante „Zugabe“. ©Bernd Kröger

Vorhersehbares Ereignis

In vielen Fällen braucht man nur auf den richtigen Moment zu warten. Das setzt allerdings voraus, dass man das fertige Bild vorher schon im Kopf hat. Solange sich Objekte in die Richtung bewegen, die sie unserer Bildidee näherbringen, ist Warten die einzige Option. Ein Auto, das sich auf der Straße nähert, kann also im Bild erscheinen oder nicht. Abhängig davon, wie unsere Bildidee ist und wann wir auf den Auslöser drücken.

Richtiges Timing: Überholmanöver ©Bernd Kröger

Die Straßenbahn kam langsam näher und wurde von mehreren Autos überholt. Das Auto im Bild kam sehr nahe an den Fotografen heran. Das war der richtige Moment für den Druck auf den Auslöser. ©Bernd Kröger

Timing Fotografie: Gischtwolke ©Bernd Kröger

Die Gischt bricht sich an einem vorgelagerten Stein in der Ostsee. Dieses Ereignis erschien etwa alle zwanzig Sekunden. In solch einem Fall kann man auf den richtigen Moment warten. Dazu fokussiert man schon auf das Objekt und wartet nur bis die Gischt wieder steigt. ©Bernd Kröger

Serienbildfunktion

Die meisten Spiegelreflexkameras bieten die Möglichkeit mehrere Bilder schnell hintereinander zu machen. Die Serienbildfunktion liefert zwischen drei und zehn Bilder pro Sekunde. Mit dieser Funktion ist es manchmal möglich, den richtigen Augenblick zufällig zu erwischen. Eine Garantie biete sie jedoch nicht. Auch mit zehn Bildern pro Sekunde kann man den optimalen Zeitpunkt verpassen. Beim Sport sind Serienbilder oft eine Lösung, weil die Vorgänge so schnell sind, dass man nicht immer folgen kann. Bei langsameren Abläufen ist es aber fast immer besser, den richtigen Moment mit nur einem Bild zu „erwischen“, weil dabei die Bildgestaltung nicht zufällig ist.

Sportfotografie: TIming beim Torschuss ©Bernd Kröger

Beim Sport ist die Serienbildfunktion oft hilfreich. Dieser Torwurf war viel zu schnell, um ihn sicher mit nur einem Foto zu „erwischen“. ©Bernd Kröger

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