“Was soll ich auf Instagram?”

Nachdem Instagram die einzige soziale Plattform (mal abgesehen von Flickr) ist, in der sich alles um Bilder dreht, müsste die Frage eigentlich lauten: “Warum bin ich noch nicht auf Instagram?”. Viele, die gerne fotografieren, möchten ihre Ergebnisse mit der Welt – oder zumindest ihren Freunden – teilen und tun dies meist auf Facebook und machmal auf Twitter. Das funktioniert natürlich, aber warum nutzt man dafür nicht gleich eine Plattform, auf der sich alles nur um Fotos dreht. Bis vor einigen Monaten konnte man Fotos auf Instagram nur als Quadrate (wem auch immer das eingefallen ist) posten. Seit diese Einschränkung gefallen ist (Sie entscheiden jetzt, ob eure Fotos quadratisch oder im “Originalformat” gepostet werden), gilt aber auch das nicht mehr als “Ausrede”.

Ich möchte betonen, das Instagram eine Plattform ist, auf der man konstruktive Kritik erwarten sollte. Damit meine ich, Sie werden dort in 99,9% aller Fälle nur Lob für Ihre Werke ernten. Dennoch, wenn Sie Ihre Bilder in den Fokus stellen wollen, finde ich Instagram perfekt geeignet!

Außerdem muss klar sein, dass Instagram eigentlich eine reine Smartphone-Anwendung ist. Ich selbst habe lange nach Apps gesucht, mit denen sich Instagram über meinen Desktop-Rechner befüllen lässt. Da gibt es zwar einige, aber wirklich toll sind die meiner Meinung nach nicht. Das hat mich lange davon abgehalten Instagram intensiver zu nutzen, da ich nicht nur meine “Schnappschüsse” mit der Smartphone-Kamera auf Instagram posten wollte, sondern vor allem natürlich meine DSLR-Fotos. Mit einem kleinen “Workaround” funktioniert das aber bestens.

Mein Workaround für Bilder aus Lightroom

Wenn ich meine Fotos bearbeite, dann fast ausschließlich in Lightroom. Dort hab ich mir eine eigene Exportvoreinstellung “gebastelt”, die meine Bilder mit den richtigen Einstellungen für Instagram exportiert. Aber wohin? Und da beginnt mein “Workaround”: in einem Dropbox-Ordner, namens “Instagram”. Jetzt liegen meine Fotos nämlich nicht mehr auf meinem Rechner herum und ich muss mich fragen, wie um alles in der Welt die jetzt auf Instagram bzw. mein Smartphone kommen, sondern die warten jetzt in meiner Dropbox auf mich.

Dann schnapp ich mein Telefon, starte die Dropbox-App, öffne meinen Instagram-Ordner und – taataa – da ist mein Foto und wartet nur noch darauf, heruntergeladen zu werden. Jetzt muss nur noch die Instagram-App gestartet werden und schon kann ich mein Foto posten!

Die Instagram App:

Schritt 1 – Quadrat oder nicht Quadrat, das ist hier die Frage

Nachdem Sie eines Ihrer Fotos ausgesucht haben, können zuerst den passenden Ausschnitt wählen. Wenn man aber etwas genauer hinschaut,  gibt’s in der linken unteren Ecke einen kleinen Kreis mit zwei nach außen zeigenden Pfeilen. Wenn man dort drauf tippt, wird das Originalformat des Fotos eingestellt – boom – fertig! Jetzt einfach auf weiter klicken.

Schritt 2 – Filter, Belichtung und Einstellungen

Jetzt ist es Zeit für ein paar Einstellungen: In der Instagram App lassen sich Filter anwenden, die Belichtung des Bildes verändern sowie kleinere Änderungen, wie beispielsweise  Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur und Co einstellen. Ich persönlich nutze hier keine Einstellungen mehr, da ich ja alles schon in Lightroom gemacht habe. Der Vorteil des Instagram Filters: Man kann der Instagram Galerie einen einheitlichen Look verpassen – natürlich nur, wenn Sie immer den gleichen Filter anwenden. Das finde ich einen ganz spannenden Gedanken, denn damit wirken ihre Fotos in der Übersicht “wie aus einem Guss”, was potentielle Follower durchaus positiv quittieren werden!

Instagram Fotografie

©Annette Shaff/shutterstock.com

Schritt 3 – Bildunterschrift schreiben

Die Bezeichnung “Bildunterschrift schreiben” ist für meine Begriffe etwas missverständlich, denn hier solltet ihr nicht nur einen – möglichst interessanten und passenden – Bildtitel vergeben, sondern vor allem dafür sorgen, dass andere ihr Bild auch finden können, vor allem wenn sie ihnen noch nicht folgen. Das Geheimnis lautet “Hashtags”.

An der Stelle muss ich ein bisschen ausholen. Man muss sich vorstellen, wie Menschen auf Instagram suchen. Die suchen natürlich nach Begriffen! Und Instagram wertet alles als “Begriff” was direkt nach einem Hashtag steht! Außerdem bietet Instagram einen weiteren Service an, den man sich zu Nutze machen sollte: Sobald man einen # eingibt und danach einen Wunschbegriff, also z.B. „#Graz“ zeigt uns Instagram, wie viele Beiträge es mit diesem Hashtag bereits gibt – im Fall von „Graz“ aktuell 204.016. Danke Instagram!

Ich empfehle hier nicht mehr als 11 Hashtags pro Bild – aber auch nicht viel weniger, hier ein kleines Beispiel:

#Graz #Steiermark #Styria #Rathaus #Hauptplatz sind die naheliegenden Begriffe für dieses Foto, aber nicht alle suchen nach diesen Begriffen. Daher könnten #Photography #Bluehour #Nikon (natürlich ginge auch Canon oder Sony, je nachdem welche Kamera Sie verwenden!) #Cityscape usw. eine gute Ergänzung sein. Überlegen Sie sich einfach, wie Sie suchen würden, wenn es um bestimmt Motive geht!

"Hashtag" mit Kreide auf Tafel geschrieben

©patpitchaya/shutterstock.com

Schritt 4 – Teilen, gerne auch auf Facebook

Wenn Sie nicht nur Ihre – zukünftigen – Instagram Follower, sondern auch Ihre Facebook Freunde mit Ihren Bilder beglücken möchten, so können Sie direkt aus der App ihr Foto auch gleich auf Facebook posten. Wirklich? Naja, nicht ganz, denn auf Facebook wird nur der Link zu ihrem Instagram Post angezeigt.

Mein Fazit

Ich bin der Meinung, dass man es sich als ambitionierter Hobbyfotograf, aber natürlich auch als Profi nicht entgehen lassen sollte, auf einer Plattform vertreten zu sein, die genau für diesen Zweck geschaffen wurde und somit Fotos einen würdigen Rahmen bietet.

Lassen Sie mich wissen, ob Sie auf Instagram sind! Mich findet man unter christianiberer.

 

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