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Wieviele Pixel braucht der Landschaftsfotograf?

Vor einigen Jahren achteten die meisten Fotografen vorwiegend auf die Anzahl der Megapixel, wenn es darum ging, eine neue Kamera zu kaufen. „Je mehr desto besser“ war das Motto und so kletterten die Megapixel von 8 auf 12, weiter auf 16 und schließlich auf 22. Für einige Jahre war es dann etwas ruhiger und es schien, als dass mit 20 Megapixel das Ende des Pixel-Rennens im 35mm-Format erreicht war. Der Schein trog.

Je mehr Megapixel desto mehr Detail

Nikon und Sony brachten jeweils eine 36-Megapixel-Kamera heraus (beide Kameras benutzen allerdings den gleichen von Sony hergestellten Sensor) und Canon trumpfte dieses Jahr mit 50 Megapixel und Sony mit 42 Megapixel auf.

Für den Landschaftsfotografen sind das natürlich gute Neuigkeiten, denn als Faustregel gilt: Je mehr Megapixel desto mehr Detail wird aufgezeichnet, was besonders in der Landschaftsfotografie von Vorteil ist. Die Frage ist aber nun: Wieviele Megapixel braucht man wirklich? Denn unglücklicherweise bringen viele Megapixel auch Nachteile mit sich:

  • Zum einen braucht man sehr gute Objektive, um die Auflösung des Sensors auch auszunutzen. Ein billiges Objektiv vor einem 50-Megapixel-Sensor hilft nicht, die feinen Details in der Landschaft einzufangen, das Gegenteil ist der Fall. Die Investition in gutes Glas, in der Regel Festbrennweiten, ist deshalb sehr anzuraten. Der Nachteil: Gute Objektive sind teuer.
  • Zum anderen sind hochauflösende Sensoren auch sehr anfällig für Verwacklungsunschärfe. Ein Stativ, Kabelauslöser, Spiegelvorauslösung und etwas Erfahrung sollten zur Grundausstattung gehören. Und zu guter Letzt: Viele Megapixel bedeutet auch große Dateien, die die Festplatte sehr schnell zum Bersten bringen.

Die Megapixel-Frage (und -Antwort)

Aber zurück zu der Frage, wie viele Megapixel der Landschaftsfotograf wirklich braucht. Das hängt hauptsächlich davon ab, was man mit den Bildern machen möchte. Für die Präsentation im Internet braucht man keine hohe Auflösung, 8 Megapixel reichen hier leicht. Für Leinwandpräsentationen ist etwas mehr nicht schlecht, aber um die 20 Megapixel reichen auch hier. Wo viele Megapixel von Vorteil sind, ist der Druck: 20 Megapixel sind allerdings auch hier meist genug: A3-Drucke sind kein Problem und auch A2-Drucke mit sehr guter Qualität lassen sich realisieren.

Ich persönlich finde alles jenseits der 40 Megapixel zu viel. Sogar Nikons D810 (zur Zeit meine Kamera der Wahl für Landschaften) mit 36 Megapixel ist in manchen Situationen schwierig zu handhaben: Unachtsames Arbeiten, eine Windböe zum falschen Zeitpunkt… und das Bild ist unscharf.

Natürlich zeichnen Sensoren mit vielen Megapixel mehr Detail auf und besonders in Landschaftsbildern mit vielen, feinen Details wie Gräsern und Laub können die Ergebnisse sehr beeindruckend sein. Die Frage, die sich aber jeder selbst stellen und beantworten muss, ist diese: Wer achtet wirklich auf diese Details und sind diese Details die Anschaffungskosten wirklich wert?

Diese Bilder wurden mit der Nikon D810 (36 Megapixel), der Sony 7R (36 Megapixel) und Fuji XT-1 (16 Megapixel) gemacht… Wer findet heraus welches Bild zu welcher Kamera gehört?

Landschaftsfotografie: Irische Burg im Abendrot © Carsten Krieger

© Carsten Krieger

Landschaftsfotografie: Byrne's Cove im Dämmerlicht © Carsten Krieger

© Carsten Krieger

Landschaftsfotografie Klippen und Meer © Carsten Krieger

© Carsten Krieger

 

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