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Makrofotografie: Abbildungsmaßstab?!

Abbildungsmaßstab

Wie nahe kann man mit der Kamera mit dem vorhandenen Objektiv und möglicherweise mit einigen Hilfsmitteln an ein Objekt kommen? Was ist das Maß für die Abbildungsgröße? Das sind die Fragen, die sich ein Fotograf stellt, der sich mit der Makrofotografie beschäftigt. Um die Leistung eines Makroobjektivs beurteilen zu können, gibt es ein eindeutiges Maß: Den Abbildungsmaßstab.

Er stellt das Verhältnis der Größe des Objektes auf dem Sensor zur Originalgröße des Objektes dar. Hat man beispielsweise einen Käfer fotografiert, der in der Natur 20mm lang ist und auf dem Sensor eine Größe von 10mm hat, ist der Abbildungsmaßstab 1:2. Das ist fast so wie bei Landkarten, wo man beispielsweise einen Maßstab von 1:200.000 hat, was bedeutet, dass ein Zentimeter auf der Karte 200.000cm (2km) in der Natur entsprechen.

Es wird also immer zuerst der Wert für den Sensor angegeben und danach der für die Größe in der Natur. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 ist das Objekt in der Natur ebenso groß wie es auf dem Sensor erscheint.

Makroobjektiv

Ein gutes Makroobjektiv sollte einen Abbildungsmaßstab von 1:1 erreichen. Manche normalen Objektive werden mit einer „Makroeinstellung“ beworben, dabei handelt es sich aber meist nur um den Bereich, der unterhalb eines Abstandes von 1m liegt. Damit lassen sich allerdings oft nicht wirkliche Makroaufnahmen machen, sondern nur das, was man landläufig als Nahaufnahme bezeichnet. Mit den meisten Objektiven lassen sich ohne Hilfsmittel nur Abbildungsmaßstäbe von etwa 1:10 erzielen. Beispielsweise ist der APS-C-Sensor 22,2mm breit. Fotografiert man damit eine A4-Seite, die 21cm breit ist, entspricht das einen Abbildungsmaßstab von circa 1:10. Für viele Motive, wie beispielsweise Blumenblüten oder kleine technische Geräte ist das ausreichend. Will man jedoch wirklich in den Makrobereich vordringen, ist ein Abbildungsmaßstab von 1:5 oder besser erwünscht. Ein Maßstab 1:5 bedeutet, dass das Motiv etwa 10 cm groß sein kann, um es formatfüllend fotografieren zu können. So kann man auch das Innere großer Blüten fotografieren oder größere Briefmarken.

Amaryllis mit Makroobjektiv fotografiert © Bernd Kröger

Eine große Blüte kann man oft auch ohne weitere Hilfsmittel mit einem einfachen Objektiv fotografieren. © Bernd Kröger

Weitere Hilfsmittel

Natürlich kann man mit einem Makroobjektiv und weiteren Hilfsmitteln den Objekten noch näher kommen. Kombiniert man beispielsweise ein Makroobjektiv, das einen Abbildungsmaßstab von 1:1 hat, mit einem kompletten Set von Zwischenringen (12mm + 20mm + 36mm), kommt man auf einen Abbildungsmaßstab von etwa  2:1.

Biene an Blüte: Makrofotografie mit Zwischenringen © Bernd Kröger

Für dieses Bild wurde ein Normales Objektiv mit Zwischenringen verwendet. © Bernd Kröger

Mikrofotografie

Mit normalen Hilfsmitteln ist eine weitere Vergrößerung des Abbildungsmaßstabes kaum noch möglich. Dazu braucht man dann schon ein Mikroskop, das mit einem Adapter für die Kamera ausgestattet sein muss. So lassen sich Abbildungsmaßstäbe von bis zu 10:1 erzielen. Das bedeutet, dass man ein Objekt formatfüllend fotografieren kann, das nur etwa 2mm groß ist (bezogen auf den APS-C-Sensor).

Blüte im Maßstab 1:1 © Bernd Kröger

Für die Details einer Blüte braucht man in der Regel ein Makroobjektiv mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1. © Bernd Kröger

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